"Acht Cent sind wohl zu wenig"

Haben große Sorgen mit Flaschen und Glasscherben: Rolf Garlisch (links) und Frank Berkemann.Foto: O. Krebs

DLRG Langenhagen zieht erste Bilanz

Langenhagen (ok). "Acht Cent Pfand sind anscheinend zu wenig, vielleicht sollte es 1,50 Euro geben", sagt Frank Berkemann, Pressesprecher der DLRG Langenhagen. Überall am Silbersee liegt nach seiner Auskunft zerbrochenes Altglas herum. Die Gefahr, dass dort jemand hineintrete, sei riesengroß. Immerhin habe es in diesem Jahr schon 38 Schnittverletzungen gegeben. "Früher waren es die abgerissenen Nippel von Cola- und Bierdosen, heute sind es die Glasflaschen", so der DLRG-Vorsitzende Rolf Garlisch. Er schlägt vor, den Sand zu Saisonbeginn aus dem See zu baggern, um die Glasscherben ans Ufer zu heben und sie dann zu entfernen.
2.200 Wachstunden haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer seit Saisonbeginn am 15. Mai absolviert, mussten dabei zwei Mal bei Wasserrettungen ausrücken. Berkemann: "In einem Fall hatte ein Jugendlicher keine Kraft mehr, von der Badeinsel im Silbersee zurückzuschwimmen, im anderen Fall mussten wir einem älteren Mitmenschen mitten auf dem See helfen."
Glücklicherweise seien beide Aktionen gut ausgegangen. Auch noch bemerkenswert war eine Tierrettung: Ein Hauskaninchen, auf das andere Badegäste aufmerksam gemacht hatten, war am anderen Ufer ausgesetzt worden, die Lebensretter mussten Sprinterqualitäten unter Beweis stellen, es wieder einfangen und dann ins Tierheim bringen.
Abschließend weist Garlisch darauf hin, dass Enten nicht gefüttert werden sollen – durch den Kot werde nicht nur das ansonsten saubere Wasser verunreinigt, sondern auch die Gefahr, dass sich die Zerkarie im ufernahen Bereich ausbreite, sei groß.