Aktiv für den sozialen Frieden

Claudia Koch (Quartierstreff Wiesenau), Christine Paetzke-Bartel (Mehr-Generationen-Haus) und Heidi von der Ah (Stadtverwaltung, Fachbereichsleiterin Soziales) diskutierten im Stadtgespräch. (Foto: G. Gosewisch)

VHS-Stadtgespräch zwischen Theorie und Praxis

Langenhagen (gg). Mit dem Thema Zuwanderung und den positiven Folgen in der Gesellschaft beschäftigten sich die Teilnehmer des Stadtgesprächs in einer Diskussionsrunde, zu der die VHS in den Ratssaal eingeladen hatte. Zwei Impulsreferate zu Beginn sollten zu den Aspekten des Themas informieren. Die promovierte Pädagogin Isabel Sievers tat das in ihrem Vortrag sehr abstrakt. Sie ist Koordinatorin in einer Arbeitsstelle der Leibniz Universität Hannover. Dort geht es um „gesellschaftliche Heterogenität und Hybridität im Kontext der Globalisierung“. Was das bedeutet, erklärte sie mit vielen Sammelbegriffen. Sie sprach von den „Differenzlinien Sozialschicht, Bildung, Kultur, Sprache, Geschlecht und Religion“. Praxiserfahrungen zur Kulturvielfalt und Maßnahmen zur positiven Gestaltung schilderte Ferdos Mirabadi vom Verein Kargah im Anschluss.
Auch sie nannte viele Sammelbegriffe, die waren jedoch nicht Teil der Theorie, sondern beschrieben das Handeln im „Projekt Linden Vision“ - demokratisch, überparteilich, weltanschaulich und religiös-unabhängig. Ziel des Projekts war es, Menschen in der Nachbarschaft miteinander in das Gespräch zu bringen, um für Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit einzustehen.
Rede und Antwort standen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der VHS sowie Christine Paetzke-Bartel vom Mehr-Generationen-Haus und Claudia Koch vom Quartierstreff Wiesenau in der Diskussion mit den Teilnehmern des Stadtgesprächs mit Vertretern aller Ratsfraktionen und vielen Ehrenamtlichen, die sich bereits für die Unterstützung von Zugezogenen engagieren. Ganz einig waren sich die Gesprächspartner nicht, ob in Langenhagen der soziale Frieden gut genug gelebt wird. Einigkeit bestand darüber, dass jedem Nachbarn, egal welcher Herkunft, Wertschätzung entgegen gebracht werden sollte. Bürgermeister Mirko Heuer war interessiert dabei, war am Rand der Veranstaltung mit vielen Bürgern im Gespräch.