Aktiv für die Integration

Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft in Langenhagen wollen für die Aufklärung zum Islam aktiv werden.Foto: G. Gosewisch

Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft organisieren sich

Langenhagen (gg). Es sind die Ereignisse im Alltag, die gewisse Ungerechtigkeiten aufzeigen. „Für Frauen, die mit dem Kopftuch zeigen, dass sie Muslime sind, ergeben sich oft Benachteiligungen in der Gesellschaft“, so die Erfahrung von Acelya Misir. Die Studentin an der Hochschule Paderborn in den Fächern Mode, Textil, Design und Germanistik ist in Langenhagen aufgewachsen und Mitglied der muslimischen Gemeinschaft. Sie spricht Probleme bei der Jobsuche an und eine Distanz, die sie im schulischen Leben zum Islam erlebt hat. Für sie hat die Integration zwei Seiten. Da ist einerseits der gesellschaftliche Druck auf Migranten zur Anpassung an die einheimische Kultur. Handlungsbedarf sieht sie bei der umgekehrten Sichtweise: „Es ist sinnvoll, die Einheimischen in den Islam zu integrieren. Ablehnung passiert oft aus Unkenntnis. Wir wollen integrativische Migrationsarbeit leisten. Unter dem Motto `Integration durch Islam` wollen wir aktiv werden.“ Aus diesen Gründen hat sie zu einer Initiative in ihrer muslimischen Gemeinschaft aufgerufen und organisiert einen Arbeitskreis, der für diese Ziele kommunalpolitisch und überparteilich tätig werden will. Noch werden die ersten Schritte dafür erarbeitet, im weiteren Verlauf der Arbeit soll aber eine Vereinsgründung stehen. Mittelpunkt der Arbeit wird die Aufklärung über den Alltag im Einklang mit dem Islam sein, der das Leben der Muslime im Jahresverlauf bestimmt. Für die erste Versammlung fanden sich 14 Frauen im Gemeinschaftsraum der Langenhagener Moschee zusammen. Ausdrücklicher Wunsch von Acelya Misir ist es, weitere Mitglieder zu finden. Sie hofft auf Unterstützung durch Anregungen und Ideen. Die Internetseite www.integration-durch-islam.de informiert zum Thema und vereinfacht die Kontaktaufnahme.