Aktivität ins Leben zurückbringen

Ziehen medizinisch an einem Strang (von links): Christian H. Siebert, Claudia Schulz-Sery und Kurosch Rassoulian. (Foto: O. Krebs)

Paracelsus-Klinik setzt auf enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit

Langenhagen (ok). Das medizinische Konzept an der Paracelsus-Klinik ist auf kurze Wege ausgelegt, das Angebot ist alternativ und ergänzend. Eng zusammen mit der Orthopädie unter der Leitung von Professor Christian H. Siebert arbeiten die beiden relativ neuen Fachbereiche „Neurochirurgie“ unter der Leitung von Kurosch Rassoulian und „Schmerztherapie“, für den Claudia Schulz-Sery zuständig ist. Der Ansatz in der „Schmerztherapie“ ist multimodal, agiert wird ganzheitlich, auch mit speziell ausgebildeten Kräften in festen Gruppen von sechs bis acht Patienten. Für jeden Einzelnen werden Ziele definiert, gearbeitet wird beispielsweise auch mit musik- und kunsttherapeutischen Ansätzen. „Die Patienten bleiben zwölf Tage. Zuallererst soll wieder Aktivität in ihr Leben gebracht werden“, erläutert Claudia Schulz-Sery. Zwölf Betten stehen auf der Station; Zeit für die Patientinnen und Patienten spielt eine ganz große Rolle. Claudia Schulz-Sery zusammenfassend: „Schmerztherapeuten und Orthopäden arbeiten Hand in Hand mit Psychologen, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten. Eine speziell ausgebildete Pain Nurse ist ein wichtiger Bestandteil dieses interdisziplinären Teams.“ Thema Neurochirurgie – die Abteilung, für die Kurosch Rassoulian verantwortet. Seine Kassenpraxis ist direkt an die Paracelsus-Klinik angeschlossen. Der Vorteil für die Patientinnen und Patienten: stationäre Behandlung nahtlos unter gleicher ärztlicher Betreuung, sozusagen „alles aus einer Hand“ im wahrsten Sinne des Wortes. Rassoulian hat sich vor allen Dingen auf die Wirbelsäule spezialisiert, geht dort mit einer Infiltrationstherapie vor. Bei Wirbelkörperfrakturen arbeitet der Facharzt minimalinvasiv. Ganz neu für Schmerzpatienten: Die so genannte Rückenmarkstimulation, bei der elektrische Impulse an das Rückenmark abgegeben werden, um die Übertragung von Schmerzreizen an das Gehirn zu unterbrechen. Kleine Notiz am Rande: Eine ältere Patientin war mit dem Ärzteteam so zufrieden, dass sie dem Patienten-Förderverein 5.000 Euro gespendet hat. Ihr Lob in Versform: „Vertrauen aufbauen in kurzer Zeit ist nicht immer leicht. Wer glaubt, es wird gleich operiert, der irrt. Die Ärzte der Orthopädie, mit Güte sowie Vorsicht, mehr schreibe ich hierzu nicht.“