Alles eine Nummer größer

Arbeiten praxisorientiert (von links). Azubi Benjamin Hummel, Oberbrandmeister Andreas von Wick, Azubi Rebecca Anlauf, Praxisanleiter Moritz Treubel. (Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe)

Die Azubis der Johanniter lernen die Flughafenfeuerwehr kennen

Langenhagen. Noch im Dezember bekamen die Auszubildenden der Johanniter Rettungswachen Langenhagen, Garbsen und Wunstorf einen Einblick in die vielseitige Arbeit der Werkfeuerwehr des Airport Hannover-Langenhagen.
Hintergrund ist, dass Rettungswagen der Johanniter-Unfall-Hilfe bisweilen auch zu Einsätzen an den Flughafen gerufen werden. Da die Johanniter großen Wert darauf legen, ihre angehenden Notfallsanitäter möglichst praxisorientiert auszubilden, lag es nahe, ihnen die verschiedenen Tätigkeitsfelder und Aufgaben der Flughafenfeuerwehr vor Ort zu zeigen. Ziel sollte sein, bestimmte Abläufe kennenzulernen, die für die Zusammenarbeit beider Fachgruppen notwendig und wichtig sind.
Nach einer kleinen Präsentation in den Schulungsräumlichkeiten über Einsatzfrequenzen, Sicherheitsbereiche, einzelne Tätigkeitsbereiche wie Wartung, Instandhaltung, Verhalten auf dem Vor- und Rollfeld, Feuerbekämpfung oder Brandschutzkontrollen wurden die Auszubildenden an die Praxis herangeführt. Dazu legten sie zunächst unter Anleitung die komplette Schutzausrüstung der Feuerwehr an, mit der sie dann eine Brandbekämpfung durchzuführen hatten. Der Brand wurde mittels kleiner Druckgasbehälter simuliert, die erhitzt und zum Bersten gebracht wurden.
Nach dieser schweißtreibenden praktischen Einlage erholte man sich bei einem gemeinsamen Mittagessen mit der kompletten Wachabteilung der Brandschützer. Hier hatten die Johanniter-Azubis die Möglichkeit, Fragen zu stellen und das Erlebte aufzuarbeiten.
Nach der Mittagspause wurden die Löschfahrzeuge für die Gebäudebrandbekämpfung und die für das Flugfeld vorgestellt. Auch hier erlebten die jungen Leute Theorie und Praxis.
Beeindruckt waren die zukünftigen Sanitäter aber nicht nur von der gigantischen Größe einiger Sonderfahrzeuge, sie waren auch überrascht, wie unterschiedlich sie zu den Fahrzeugen der Johanniter sind. So unterscheiden sich die Rettungswagen der Flughafenfeuerwehr nicht nur in ihrem Design, sondern auch in ihrer Ausstattung.
Am Ende des Tages waren die Auszubildenden von den vielen Informationen und Eindrücken fast überwältigt.
Der Betreuer der Auszubildenden, „Praxisanleiter im Rettungsdienst“ (PAL RD) Moritz Treubel dankte der Führungsebene der Werkfeuerwehr Airport Hannover, die diesen Tag ermöglicht hatte. Sein besonderer Dank aber ging an den hauptamtlichen Oberbrandmeister der Werkfeuerwehr und ehrenamtlichen Johanniter-Kameraden Andreas von Wick, der extra für diesen Tag freigestellt worden war und sich bei Konzeption und Organisation dieser Veranstaltung sehr viel Mühe gemacht hatte, womit er ihn zu einem großen Erlebnis für die zukünftigen Notfallsanitäter werden ließ.