"Alles hat prima geklappt"

Gut gelaunte Radler gingen mit Streckenplan vom Marktplatz aus auf FahrKulTour. (Foto: D. Lange)
 
Das Mühlenfest in Kaltenweide war ein Besuchermagnet. (Foto: D. Lange)

FahrKulTour und Mühlenfest mit vielen Besuchern

Langenhagen (dl) Die sechste Auflage der kulinarischen Fahrradtour durch Langenhagen kann wohl mit Recht als Erfolg betrachtet werden. Unterwegs gab es Interessantes aus Gegenwart und Vergangenheit zu erfahren, noch dazu an Orten, an denen man sonst achtlos vorbeifährt. Rund eintausend Radler machten sich bei strahlendem Frühlingswetter vom Marktplatz aus auf den Weg. Ausgerüstet mit gelben Warnwesten, die vom Flughafen gespendet wurden sowie einem Tourenplan, auf dem die zehn Etappen der kulinarischen Fahrradrundfahrt vorgestellt wurden. Gleich gegenüber wartete mit dem Mehrgenerationenhaus bereits die erste Station der Tour auf die Teilnehmer. Dort konnten sie nicht nur die verschiedenen Angebote des Hauses kennenlernen, sondern sich auch erst einmal mit einem kleinen Imbiss für die Rundfahrt stärken. Der Integrationsbeirat lud ein zu Kaiserschmarrn und anderen Leckereien. Von der FahrKulTour als Veranstaltung hatten auch die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Hotel Zollkrug erfahren, worauf sich acht von ihnen spontan dazu entschlossen hatten, dabei zu sein. Bloß womit? Die Organisatorin und Fahrtleiterin der Veranstaltung, Gabriele Spier wusste Rat und organisierte kurzerhand Fahrräder für sie, die von der Stadtverwaltung und von Zweirad Krüger zur Verfügung gestellt wurden. Zwei Mitglieder des Integrationsbeirats begleiteten die Flüchtlinge während der Fahrt. Überhaupt war Gabriele Spier, die die FahrKulTour mit ihrem Team organisiert hatte, voll des Lobes über die Unterstützung, die sie dabei erfahren hatte: „Wir haben eigentlich überall nur offene Türen eingerannt. Sei es bei den Vereinen, Verbänden und Gewerbetreibenden, die an den zehn Etappen die Aktionen und kulinarischen Leckereien organisiert und vorbereitet haben, vor allem aber auch bei der Stadt. Politik und Verwaltung haben uns unterstützt, wo sie nur konnten. Selbst die Finanzierung hat am Ende prima geklappt.“ Die gut ausgeschilderte Tour führte die Radler über abwechslungsreiche Strecken zu insgesamt zehn Stationen mit höchst unterschiedlichen, informativen Inhalten, spielerisch verpackt und kulinarisch umrahmt. Erstmals dabei war der Reit-, Fahr und Voltigierverein Hubertus Krähenwinkel. „Wir zeigen den Besuchern heute einen Teil unseres Programms“, sagt Christiane Dehn vom Vereinsvorstand, „Sie können beim Reitunterricht in der Halle zuschauen, die Pferde streicheln und an den Stallführungen teilnehmen und dazu bieten wir ihnen ein kulinarisches Angebot mit Getränken und Speisen rund ums Obst.“ Die drei großen K, nämlich Kunst, Kultur und Kulinarisches zeigte die Familie Jagau auf ihrem Hof. Die AG „Ganz Langenhagen ist ein Museum“ (GLIEM) zeigte eine Ausstellung über Fehden und Auseinandersetzungen im 16. Jahrhundert und das Gemeinschaftsatelier von Ratsfrau Ulrike Jagau und Stefan Kürbitz präsentierte unterschiedliche Stilrichtungen zeitgenössischer Kunst. Dazu gab es Süßes vom ausgesprochen opulenten Kuchenbuffet. Viele nutzten die günstige Gelegenheit, um bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen in der Sonne zu sitzen, begleitet von der Musik mit Corinna Fiedler, Gesang sowie Renè Kolloge, Gitarre. So ließ es sich wohl aushalten. Das sagten sich auch Barbara Birkner aus Langenhagen und ihre Freundinnen. „Wir sind heute zu viert unterwegs und genießen den Muttertag.“ Voll wurde es dann beim traditionellen Mühlenfest an der Bockwindmühle in Kaltenweide, einer weiteren Station der FahrKulTour. Wer sich dort auf Bratwurst und Kuchen gefreut hatte, wurde möglicherweise enttäuscht. Ab nachmittags um drei war beides ausverkauft. Dafür konnte die Mühle besichtigt werden. Wer erst einmal die steile Treppe hinauf bewältigt hatte, erfuhr im Inneren etwas über deren Geschichte und Arbeitsweise. „Wir haben mit der FahrKulTour einmal mehr den Langenhagenern ihre Stadt aus einem anderen Blickwinkel zeigen können und sie an Orte geführt, die viele noch nicht kannten“, darin waren sich die Veranstalter und der Bürgermeister abschließend einig.