Alltag der Kröten nachgespielt

Die Kinder der Rudi-Rotbein-Gruppe spielten die Krätenwanderung im Stadtpark nach. (Foto: R. Stankewitz)

Rudi-Rotbein-Gruppe lernte Amphibien kennen

Langenhagen. Nun gab es beim Treffen der Rudi-Rotbein-Gruppe Wissenswertes zu den Amphibien. Erwartungsvoll versammelten sich die Kinder zunächst im NIL (Natur-Informationszentrum-Langenhagen), wo ein kleines mit Wasser gefülltes Aquarium stand. Mit vielen Bildern zeigten die Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen den Mädchen und Jungen, wie aus dem abgelegten Laich Kaulquappen heranwachsen, bevor sie sich zu Lurchen, Molchen oder Fröschen entwickeln. "Wichtig ist, dass Amphibien einen Teil des Lebens im Wasser verbringen und einen anderen Teil auch an Land leben können", erklärte Silke Brodersen. Diese Lebensweise konnten alle dann auch an den lebenden Exemplaren beobachten, die Ricky Stankewitz behutsam aus seinen Sammelboxen holte.
Nach dem Motto „wir können nur schützen, was wir kennen“ konnten die Kinder drei verschiedene Molcharten miteinander vergleichen, und auch die Erdkröte näher betrachten. Während die Tiere an Land recht unbeholfen wirkten, waren sie im Wasser gewandte Schwimmer und mussten nur selten Luft an der Oberfläche holen. „Wie viele Finger und wie viele Zehen könnt ihr zählen?“, fragte Silke Brodersen und tatsächlich waren es nur vier Finger aber fünf Zehen. Anschließend lösten einige Kinder noch ein kniffliges Quiz, während andere verschiedene Vorlagen zu Amphibien ausmalten. Dabei war der gelb-schwarze Feuersalamander natürlich der Favorit. Mitgebrachte Abgüsse aus dem Schulbiologiezentrum waren hierzu eine gute Vorlage.
Zum Abschluss ging es noch einmal in den Park, wo noch mehrere Spiele zum Thema angeboten wurden. Im Teich mussten sich abwechselnd die jungen Frösche vor den Reihern in Acht nehmen. Als nächstes sollten sich die Krötenmännchen von den Krötenweibchen zum imaginären Teich tragen lassen. Gar nicht so einfach, wenn man keine Kröte ist, sondern ein ganz normales Menschenkind. Wie die Teichbewohner voneinander abhängen, wurde noch mit Hilfe eines Netzes dargestellt, wo jedes Kind ein anderes Tier verkörperte und einen Teil des Fadens hielt. „Ich bin ein Kammmolch“, „Ich eine Libellenlarve“, und “Ich bin dann der Graureiher!“ riefen die Kinder. Sogar eine Seerose und Wasserkrebse waren dabei. Am Schluss durften die Kinder noch als Kröten eine „viel befahrene Straße“ überqueren, wobei auch die Autos von den Kindern gespielt wurden. Nachdem einige Kröten erwischt wurden, bauten die drei Betreuer einen Krötenzaun auf, wodurch alle übrigen gerettet werden konnten. Das war ein schöner Abschluss für diesen eindrucksvollen Tag.