Alt werden mit einem jungen Herzen

Referentin Angelika Voß (links) im Kreise von Beiratsmitgliedern und Mitorganisatoren. Foto: E. A. Nebig

Bilanz der Seniorentage fällt durchwachsen aus

Langenhagen (ne). Christa Röder, Vorsitzende des Langenhagener Seniorenbeirates, eröffnete am Sonntag die vierten Seniorentage im Forum. Der große Erfolg der voran gegangenen Seniorentage war Anlass gewesen, die Veranstaltung in diesem Jahr unter dem Motto „Lerne alt zu werden mit einem jungen Herzen. Das ist Kunst“ erneut anzubieten.
Für die Seniorentage hatte es erneut eine Kooperation mit dem Büro für Bürgerengagement sowie der Wir-helfen!-Stiftung gegeben. Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Seniorentage findet am heutigen Mittwoch statt: Im „Musikalischen Salon“ werden bekannte Melodien von Smetana in Szenen aus seiner Operette „Die verkaufte Braut“ zu hören sein.
Auftakt der Veranstaltung am Sonntag war eine von Beiratsmitglied Horst Mägel moderierte, musikalisch umrahmte Eröffnungsfeier im Forum. Der Eröffnung folgte ein interessanter Vortrag von Angelika Voß zum Thema „Frauen sind anders krank als Männer“. Nach einer Mittagspause wurde das Programm mit einer Einführung in das asiatische Qi Gong sowie einem musikalischem Gruß aus Andalusien von Gitarrist Franz Gottwald und Tänzerin Martinita fortgesetzt.
Christa Röder verwies in ihrer Eröffnungsansprache darauf, dass es inzwischen in 174 Kommunen in Niedersachsen Seniorenbeiräte gebe; Langenhagen sei dabei einer der Vorreiter gewesen. Damit habe die Stadt unter Beweis gestellt, dass sie bei kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen die älteren Generationen mit einbinden wolle und werde. In Langenhagen habe man schon vor einigen Jahren erkannt, dass eine moderne Seniorenpolitik Kernstück der Gesellschaftspolitik von morgen sei. Röder, seit 100 Tagen im Amt, verwies auf die Leistungen und Erfolge des ersten Beirates in der Zeit von 2006 bis Frühsommer 2010 und dankte allen, die bisher im Beirat mitwirkten. Man werde an ihre Erfolge anknüpfen. Für die Zukunft wünsche sie sich mehr Netzwerkarbeit mit anderen Seniorenorganisationen.
Es sei nicht für alle Kommunen selbstverständlich einen Seniorenbeirat zu haben, erwiderte Willi Minne, stellvertretender Bürgermeister, in seinem Grußwort. Um so mehr sei die Stadt Langenhagen stolz auf dieses Gremium; das bedeute aber auch, dass ältere Menschen in der Stadt diese Arbeit unterstützen müssten, indem sie etwa an Veranstaltungen teilnehmen. Aber auch Anregungen aus der Bürgerschaft heraus seien gefragt.
Besonderen Dank erfuhr Beiratsmitglied Horst Mägel, in dessen Händen die Gesamtorganisation der Veranstaltung lag – und die verdiente wirklich viel Lob. Das reichte von der Dekoration von Bühne und Saal bis hin zum Geschehen auf der Bühne und dem Angebot der Informationsbörse. Sozialverbände, Pflegedienste, das Diakonische Werk, die Seniorenhilfe Langenhagener Kirchengemeinden, der Tauschring, das Mehr-Generationen-Haus, Apotheken und ein Optikerfachgeschäft, ein Menü-Bringservice und die Wir-helfen!-Stiftung hatten unter Informationsstände aufgebaut und unterrichteten die Besucher über ihre speziellen Angebote für ältere Menschen.
Während das Angebot durchweg positiv bewertet wurde, ließ die Resonanz etwas zu wünschen übrig – er hätte sich eine stärkere Resonanz der älteren Bürgerinnen und Bürger gewünscht, resümierte Horst Mägel. Er sei aber insgesamt zufrieden, zumal auch das Konzert am Mittwoch ausverkauft sei. „Wir werden die Veranstaltungsreihe weiter fortsetzen“, so Mägel.
Wer mehr über die Arbeit des Seniorenbeirates erfahren möchte, erhält unter der Telefonnummer (05 11) 73 07-93 23 im Seniorenbüro der Stadt Auskunft.