Alte Daten bilden neuen Plan

Stadtverwaltung erläutert Landschaftsplan

Langenhagen (gg). „Macht es Sinn, jedes 5.000-Quadratmeter-Stück in Langenhagen zu bewerten?“, fragte Herbert Klever (AfD) ungläubig in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses bei der Präsentation des Landschaftsplans. „Die genaue Bestandsaufnahme muss sein, um Naturschutz-Maßnahmen ableiten zu können, die sind dann auch großräumiger zu fassen“, so die Erklärung seitens der städtischen Planerin Carolin Ottensmeyer. Angesichts der Vielzahl der Farben und Markierungen auf zig Karten, angesichts der Beurteilung von Arten, Biotopen, Landschaft, Boden, Wasser, Klima und Luft und der Wechselwirkung unter all dem noch dazu, stellte sich im Zuhörerraum eher Verwirrung statt Vertrauen ein. NABU-Mitglied Georg Obermayr deckte Fehler auf. Er fragte, warum drei NABU-Schutzflächen gar nicht erfasst wurden, obwohl sie städtisch gefördert sind und bei der Stadtverwaltung bekannt sein müssten. Antwort gab Gerswin Wellner vom Planungsbüro Planb (Hessen) im Auftrag der Stadtverwaltung. Demnach wurden für den aktuellen Landschaftsplan Daten aus dem Jahr 2008 als Basis genommen. Stadtbaurat Carsten Hettwer erklärte, dass der Landschaftsplan noch weiter aktualisiert werde. Ständig werde nachgetragen, ein Beispiel sei die Veränderung im Weiherfeld. Mehrfach wurde betont, dass der Landschaftsplan keine Rechtswirksamkeit habe, nur der Vollständigkeit des Flächennutzungsplans diene, dessen Fortschreibung nun, unter anderem mit Berücksichtigung der Weiherfeld-Ost-Erweiterung, anstehe.
Der Landschaftsplan ist online unter www.langenhagen.de, unter den Punkten Bürgerservice, Stadtentwicklung & Bürgerbeteiligung, Landschaftsplan Langenhagen, zu finden.