Alter Festplatz ohne Zukunft

Das Flächendreieck zwischen Walsroder und Wagenzeller Straße wird Standort für das Krähenwinkeler Schützenfest sein. (Foto: G. Gosewisch)

Krähenwinkeler Schützenfest bekommt neuen Standort

Kaltenweide (gg). „So wie es war, wird es nie wieder sein“, verspricht Heiner Rust, Vorsitzender der Krähenwinkeler Schützen und meint das durchaus positiv. Der bisherige Standort des Krähenwinkeler Schützenfestes auf dem Festplatz am Ernst-Hugo-Weg hat „absolut“ keine Zukunft, weder Schausteller noch eine geeignete Bewirtung seien dafür zu gewinnen. „Nur Sterben wäre an der Stelle einfach“, erklärt er zu den Organisationsproblemen und weiter, „Wenn es nur um ein Fest für die Schützen ginge, wäre es klar. Dann brauchen wir uns nur im Schützenhaus zu treffen. Aber das Entscheidende ist, dass wir die Bürger einladen wollen, mit uns zu feiern und dafür muss es eine attraktive Unterhaltung geben“. Mit einer gewissen Eigendynamik habe sich in den vergangenen Monaten die Suche nach einem neuen Standort entwickelt. Den hat Rust eigentlich für das Jubiläumsjahr 2014 gesucht. Da die Organisation für den alten Standort aber desolat war, musste er schnell handeln. Eine geeignete Freifläche hat er inzwischen gefunden. Das Flächendreieck zwischen Walsroder und Wagenzeller Straße, an der Südspitze von Kaltenweide, soll es nun sein. Sein Glück: der Grundstückseigentümer, der namentlich nicht genannt werden möchte, zieht mit, wenngleich er ausdrücklich betont, dass er eine Veräußerung des Grundstücks anstrebt und daher keine langfristige Standortzusage machen kann. „Über die folgenden Jahre wollen wir jetzt gar nicht nachdenken“, sagt Rust. Erstmal will der Schützenverein sein Fest vom 14. bis 16. September zu Besucherinteresse verhelfen: „Mündliche Zusagen gibt es bereits von der Stadtverwaltung zu den entsprechend notwendigen Veranstaltungsgenehmigungen.“
Zu hoffen ist, dass das Flächenstück von den Fest-Vorbereitungen profitiert und dass es zu mehr Pflege und Ordnung kommt. Der Eigentümer klagt seit Jahren über illegal abgestellte Fahrzeuge, teilweise ohne Kennzeichen. Hinweisschilder, die kennzeichnen, dass das Parken auf dem Privatgrundstück untersagt ist, wurden innerhalb weniger Tage aus der Halterung gerissen. Eine Kette, die eine Zufahrt auf das Grundstück verhindern sollte, wurde immer wieder in der Mitte durchtrennt. Auch das persönliche Gespräch hat der Eigentümer mit den Fahrzeughaltern gesucht und um Einsicht gebeten, doch nichts hat sich geändert, so die Informationen, die dem ECHO auf Anfrage vorliegen.
Müll und Vandalismus: Das ECHO berichtete zum Verfall der Skulptur aus der „50 x 50-Aktion“, die ebenfalls auf der Fläche steht. Pate ist der Edelstahlschlosser und Designer Dieter Fest, der auf Unterstützung von Bürgern hofft, die sich engagieren möchten und so der Skulptur zu einer Neugestaltung verhelfen. Positives Signal, aber mit Einschränkung, gibt dazu der Grundstückseigentümer, denn durch einen möglichen Verkauf der Fläche kann er den langfristigen Standort der Skulptur nicht zusagen.