„Am Dorfbrunnen nachgefragt“

Christine Paetzke-Bartel leitet das Mehr-Generationen-Haus an der Konrad-Adenauer-Straße. (Foto: G. Gosewisch)

Stimmung im Mehr-Generationen-Haus zum Jahreswechsel

Langenhagen (gg). Das Mehr-Generationen-Haus (MGH) an der Konrad-Adenauer-Straße ist ein Treffpunkt vieler Gruppen. Deren Ambitionen sind vielfältig. Es geht um das Lernen, das Helfen, das Nicht-Alleine-Sein. Alltagstipps werden in den vielfältigen Gesprächen ebenso ausgetauscht wie Gewohnheiten - heimische und ausländische. „Die MGH-Bezeichnung Dorfbrunnen ist einmal entstanden, die sehr passend ist, weil viele Menschen hier zusammenkommen. Jedermann kann hier Nützliches erfahren, besprechen oder erleben“, erklärt Christine Paetzke-Bartel, MGH-Leiterin, zur Metapher und bestätigt auf ECHO-Anfrage, dass viele Meinungen zusammengetragen werden – ein Spiegel der Gesellschaft. Der Jahreswechsel lädt zum Innenhalten und Reflektieren ein. Welche allgemeine Haltung haben die MGH-Ehrenamtlichen und Gäste im Jahr 2015 gehabt – eher optimistisch oder eher pessimistisch in Bezug auf die Zukunft? Worüber wurde gesprochen und diskutiert? Terror, Flüchtlinge, Erwerbstätigkeit, Umweltbelastung, Wetterphänomene, Verkehr, Steuern/Abgaben, Sicherheit (Einbrüche) - was erzeugte Emotionen? Berühren die großen bundespolitischen Themen den Alltag oder eher nicht? Christine Paetzke-Bartel erklärt: „Die große Bundespolitik oder -situation ist hier im Haus ein sehr untergeordnetes Thema. Menschen, die hier hereinkommen, erzählen von dem, was sie just erlebt haben, aus der Nachbarschaft, aus ihrem eigenen Alltag, von ihren aktuellen Sorgen oder Nöten, von Schönem, was ihnen begegnet ist. Hier bekommen sie Anteilnahme. Positive oder negative Gedanken relativieren sich im Gespräch.“ Es werde sowohl Frust als auch Freude geteilt. Die Gemeinschaft heilt und gibt Halt. Mit Blick auf das MGH-Angebot im neuen Jahr ergänzt Christine Paetzke-Bartel: „Das Vorhandene muss immer wieder auf den tatsächlichen Bedarf abgeglichen und neu ausgerichtet werden. Das ist die Herausforderung in der MGH-Leitung.“