Am Flughafen aufgegriffen

Bundespolizei vollstreckte Haftbefehle

Langenhagen. Am Dienstag nahm die Bundespolizei am Flughafen einen 23-jährigen algerischen Staatsangehörigen fest. Gegen ihn bestanden gleich zwei Haftbefehle wegen Diebstahls und Inverkehrbringen von Falschgeld in Tateinheit mit versuchtem Betrug. Nach den Verurteilungen zu 200 Euro Geldstrafe wegen Diebstahls und sechsmonatige Freiheitsstrafe wegen Betrug, setzte er sich trotz eines in der Bundesrepublik Deutschland betriebenen Asylverfahrens in das benachbarte Ausland ab.
Dort wurde der Betroffene im weiteren Verlauf festgestellt und jetzt im Rahmen einer Rückübernahme gemäß dem Dubliner Übereinkommen mit einem Flug aus Wien nach Hannover überstellt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erfolgte die Überstellung zur Justizvollzugsanstalt Hannover zum entsprechenden Haftantritt.
Ebenfalls bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle am Dienstag nahm die Bundespolizei am Flughafen einen 31-jährigen Deutschen aufgrund eines bestehenden Haftbefehls fest. Er kam aus London. Nach ergangenem Strafbefehl in Höhe von 1.200 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr einschließlich einmonatigem Fahrverbot hatte der polizeilich mehrfach in Erscheinung Getretene die Geldstrafe nicht beglichen und sich der weiteren Strafvollstreckung entzogen.
Aufgrund Mittellosigkeit und nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde auf einmalige Zahlung von 400 Euro entschieden und ihm weitere Teilratenzahlungen eingeräumt. Die Freundin zahlte den geforderten Geldbetrag bei einer benachbarten Polizeidienststelle ein, bewahrte ihren Freund somit vor Antritt der sonst fälligen 40-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe und bescherte ihm ein Weihnachtsfest in Freiheit.