Am Wennebosteler Hof wird es pickepackevoll

In den Bussen kann es morgens schon ganz schön eng werden. (Foto: O. Krebs)

Üstra sieht bei morgendlichen Bussen Verteilungs-, nicht Kapazitätsproblem

Kaltenweide (ok). Es scheint eher ein Verteilungsproblem als ein Kapazitätsproblem zu sein. Fünf Busse fahren morgens aus Kaltenweide Richtung Schulzentrum und Außenstelle des Gymnasiums – vier vom beauftragten Unternehmen der Üstra, einer von Regiobus. Der starte als Letzter, sei schlecht frequentiert. Stein des Anstoßes: Der Bus der um 7.19 Uhr am Busbahnhof Kaltenweide startet, und die Seestädte abfährt. Hier steigen nach Aussage Armin Berlichs – bei der Üstra für die Fahrplangestaltung zuständig – regelmäßig 20 Schüler ein, die auch spätere Busse nehmen könnten. "Ich habe mal gefragt, die wollen nur mit ihren Freunden fahren", sagt Berlich. Die Folge: Am Wennebosteler Hof sei der Bus pickepackevoll. Domenic Veltrup (BBL): "Wenn wir den Kindern die Wahlmöglichkeit bieten, nutzen sie sie. Eine Möglichkeit wäre es, hier am Busbahnhof einfach nicht zu halten." Ein Vorschlag, den Armin Berlich prüfen will. Vielleicht bestünde ja die Chance, erst am Louise-Schroeder-Weg zu halten. Ein weiteres Problem: Die etwa 50 Kinder aus Kaltenweide, die in Krähenwinkel zur Schule gehen und sich gegen ältere Schüler durchsetzen müssten, die drängelten und Türen versperrten, wenn sie aus dem Bus sollten. Ideen, die von den Politikern kamen. Ein Lotsensystem der Eltern auf freiwilliger und ehrenamtlicher Basis an der Haltestelle Eichstraße und eventuell ein eigener Bus, der nur die 50 Kinder aus den Seestädten sicher zur Grundschule nach Krähenwinkel bringt. Eine Möglichkeit wäre noch ein Schulbusbegleiter, der allerdings erhebliche Kosten bei den Unternehmen verursachen. Aktuelle automatische Zählungen sind am Donnerstag in den einzelnen Bussen über die Bühne gegangen; die Ergebnisse sollen in die Entscheidungen über die nächsten Schritte einfließen.