Angebot ja, aber kein Geld

CDU, BBL und Behrens stellen Antrag zu IKEP-Containern

Kaltenweide. Eigentlich schien schon alles klar zu sein: Das AWO-Kreisjugendwerk wolllte die Container am IKEP ab April nutzen um den Jugendlichen in Kaltenweide ein Freizeitangebot zu unterbreiten. Auch in Ferienzeiten.
Der Verein Bürger für Kaltenweide (BfK) wollte das Thema vorantreiben, holte Politik, Verwaltung, Vereine und Bürger an einen Tisch, wolte Konzepte verstehen, Unterstützer finden. Und hat einen Ortstermin organisiert. Da stellte sich dann heraus, dass es wohl "Formfehler" der AWO gegeben. Ergebnis des Ganzen: Das Kreisjugendwerk wird vorübergehend kein weiteres Geld und kein Engagement in die Realisierung des Projektes stecken.
Florian Windeck vom BfK: "Die Situation ist bedauerlich und verfahren. Anstatt die gegebene Situation anzunehmen, diese als Chance zu sehen, möchten einige
Politiker erst die Vergangenheit aufarbeiten, andere lassen die Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Ortsräten wieder aufleben." Erschreckend empfindet er, dass nicht nur die Kompetenz der handelnden Personen beim Kreisjugendwerk in Frage gestellt werde, sondern auch die Diskussion, ob die Jugendarbeit überhaupt mit öffentlichem Geld unterstützt werden sollte. Leidtragende dieser Streitigkeiten der
Parteien untereinander seien definitiv die Kinder in Kaltenweide. "Ich
hoffe auf eine bald einsetzende Vernunft und einen konstruktiven Dialog
aller Beteiligten", so Windeck.CDU, BBL und Einzelratsmitglied Willi Behrens haben reagiert, stellen einen politischen Antrag zur Containeranlage am IKEP.
„Wir möchten Klarheit für alle Beteiligten schaffen und die Versäumnisse im Verfahren aus der Vergangenheit heilen“, erläutert die CDU-Fraktionsvorsitzende Claudia Hopfe den Grund für den Antrag.
In dem Antrag werde der AWO offiziell gestattet, ein pädagogisches Angebot in den Containern am IKEP anzubieten. Allerdings werde auch festgestellt, dass dieses Angebot auf die Dauer der Baugenehmigung befristet sei, da die Container nach Ablauf der Frist zurückgebaut werden müssen. Auch zur Finanzierung trifft der Antrag, der unter Federführung der CDU entstanden ist und dem sich die BBL und Einzelratsmitglied Will Behrens angeschlossen haben, eine Aussage. Keine weitere finanzielle Unterstützung durch die Stadt. „Die Stadt stellt der AWO bereits den Platz für die Container kostenlos zur Verfügung, alles Weitere muss durch Eigeninitiative der an dem Projekt Interessierten geleistet werden“, erklärt Claudia Hopfe.
Die Verwaltung erhält in dem Antrag den Auftrag, ihr Angebot der Jugendpflege zu überprüfen und gegebenenfalls an neue Bedürfnisse anzupassen. „Damit schaffen wir eine Perspektive für die Zukunft“, sagt Claudia Hopfe.