Anlieger fordern Sicherheit für Kinder

Keine Barriere vorhanden: Anliegerinnen überprüfen den Zugang zum Teich. (Foto: G. Gosewisch)

Teich am Bultwiesenweg soll zugeschüttet werden

Schulenburg (gg). Die von der Stadtverwaltung am Bultwiesenweg-Teich aufgestellten Warnschilder, die Kinder fernhalten sollen, hat nun unter den Anliegern für anhaltenden Ärger gesorgt. „Völlig verfehlt“ sei die Maßnahme, die kein Kind schütze und nur der versicherungsrechtlichen Absicherung der Stadtverwaltung diene, so der Tenor.
Das Aufstellen der Schilder steht im Zusammenhang mit dem tragischen Unfalltod des siebenjährigen Alejandro vor eineinhalb Jahren. Zusammen mit zwei Freunden war er im Winter auf zu dünnes Eis gegangen, eingebrochen und ertrunken. „Der Teich sieht aus wie eine harmlose Grube – eigentlich zu flach zum Ertrinken. Das ist trügerisch“, war nach dem Rettungseinsatz seitens der Ortsfeuerwehr die Beschreibung der Situation vor Ort. Ein Zaun oder ein Zuschütten des Teiches komme nicht in Betracht, so die Stellungnahme der Stadtverwaltung, und „Das Gehölz zwischen der Wasserfläche und dem unbefestigten Weg wirkt wie eine natürliche Barriere. Das Biotop ist aus Aspekten des Naturschutzes wertvoll.“ Das sehen die Anlieger ganz anders. Das Gehölz reize Kinder geradezu, hindurchzulaufen. „Jeder kennt das aus seiner eigenen Kindheit, das ist spannend“, sagt Janine Pawlow. Die Mutter des verunglückten Alejandro fordert, dass der Teich zugeschüttet wird. Sie wird von vielen Anliegern unterstützt. Sie bestätigen, dass sie ihre Kinder wegen der Gefahr am Wasser nicht im Grünzug hinter den Bultwiesenweg spielen lassen, obwohl es hinter dem Teich noch einen Fußballplatz mit zwei Toren und einen Spielplatz gibt. Den Kindern bleibt als Alternative nur das Spielen auf der Straße.
Mittels einer Petition wollen die Anlieger nun das Zuschütten des Teiches durchsetzen. Bis es dazu seitens Rat und Verwaltung eine Entscheidung gibt, empfiehlt Anliegerin Nadine Faulhaber, ein Sicherheitsnetz über die Wasserfläche zu ziehen und mit Pflöcken fest im Uferbereich zu spannen.