Anne und der „deutsche Spießer“

Hat in den USA ihre Leidenschaft für den Fußball entdeckt: Anne Kröncke.

16-Jährige ist in den USA gut angekommen

Langenhagen (ok). Anne allein in Amerika: Das trifft bestimmt nicht zu; die Langenhagenerin ist nach eigener Aussage in den Staaten angekommen, wie sie uns in einer E-Mail geschrieben hat. Die Heimwehphase habe sie überstanden, in der Schule guten Anschluss und auch schon Freunde gefunden. Der Unterricht mit manchmal nur fünf Schülerinnen und Schülern mit ihren riesigen Spaß, oft denke sie schon auf Englisch. Anne Kröncke: „In Chemie und Physik bin ich den anderen etwa vier Jahre voraus.“ Schwierig werde es nur, wenn es um Fachbegriffe wie etwa „Feet“ gehe. Und Anne hat ihre Leidenschaft für Fußball entdeckt, vielleicht liege ihr das sogar im Blut. Den 16. Geburtstag hat sie auch in den Staaten gefeiert, es war nach eigener Aussage allerdings nicht das typische „Sweet 16“, dafür sei der Freundeskreis einfach noch nicht groß genug. Was die Temperaturen angeht: Am Hudson-River ist es noch viel wärmer als in Deutschland, ohne Jacke herumzulaufen sei noch kein Problem. Was Anne noch ein wenig stört: „Die Amerikaner sind immer noch genauso freundlich wie am ersten Tag, diese Freundlichkeit hat leider noch nicht ganz auf mich abgefärbt.“ Selbstironisch fügt sie hinzu: „Der deutsche unfreundliche Spießer steckt wohl noch tiefer in mir drin als gedacht.“