Apothekerin bereiste Antarktis

Elfriede Woltering zeigt die beeindruckende Größe der Antarktis. (Foto: G. Gosewisch)

Empfehlung zum Unruhestand überzeugt

Langenhagen (gg). Gänzlich ohne Risiken und Nebenwirkungen: „Es gibt in der Antarktis unendlich viel zu entdecken“, sagt Apothekerin Elfriede Woltering, die zahlreichen Langenhagenern als verlässliche Ratgeberin aus der Apotheke am Berliner Platz bekannt ist. Dass ihr Ruhestand sehr unruhig wird, aber eben auch sehr belebend, habe sie sich vor einigen Jahren noch nicht vorstellen können. Da stand neben dem Beruf die Erziehung ihrer drei Kinder auf dem Programm. Reiselust habe sie schon immer gehabt, aber natürlich auch finanzielle Grenzen. Nach der Übergabe der ihrer Apotheken-Geschäftsführung an Nelli Kindt (im Mai 2014), jobt sie bundesweit, macht Vertretungen in anderen Apotheken. Was mancher als unsteten Stress beurteilt, bedeutet für die 68-jährige Elfriede Woltering einfach nur gelebte Freiheit. „Das Unbekannte hat mich immer schon gereizt“, sagt sie und schwärmt von den Reiseerlebnissen. Mit dem Flieger ging es bis nach Santiago de Chile und von dort auf ein Schiff, das die Antarktis ansteuerte und Kap Hoorn umrundete. Im Begleitprogramm gab es Informationen aus dem "United States Antarctic Programm". Von Buenos Aires aus ging es, nach drei Wochen, per Flugzeug wieder heim. Geografie, Meteorologie, Kultur, Tier- und Pflanzenwelt – es gibt quasi nichts, an dem Elfriede Woltering nicht bis in das Detail interessiert ist. So hat sie verinnerlicht, welche Breiten- und Längengrade gekreuzt wurden, wie sich das Landschaftsbild im Verlauf der Route verändert hat, welche Lebensformen und -kulturen die Menschen entwickelt haben und wie dreist halbstarke Pinguine die Elterntiere um Futter anbetteln. „Diese Bilder vergesse ich nicht, es ist bereichernd“, so das Fazit der verlässlichen Ratgeberin.