Arbeitgeber sollen Azubis finden

Ralf Spillmann (von links), Erika Math, Marc von Grünhagen, Martin Thomas und Karsten Lots sind auf der Suche nach geeigneten Azubis. (Foto: G. Gosewisch)

Städtische Wirtschaftsförderung informierte im Rathaus

Langenhagen (gg). Zum Ausbilderfrühstück hatte die Wirtschaftsförderung der Stadt Arbeitgeber eingeladen, die Azubis ausbilden und von Jahr zu Jahr größere Schwierigkeiten beim Finden geeigneter Bewerber haben. „Es melden sich zu wenig Bewerber auf offene Stellen und viele Azubis brechen die Ausbildung ab“, so die Zusammenfassung von Jürgen Hansen vom Verein Ausbildungsverbund Pro Regio zur Situation, der im Auftrag der Wirtschaftsförderung der Stadt die Moderation führte. „Viele geben als Grund für den Abbruch an, dass sie unklare Berufsvorstellungen hatten und während der Ausbildung gemerkt haben, dass es nicht das richtige für sie ist“, so seine Information an die Arbeitgeber. Grund genug, „neue Strategien bei der Auswahl der Azubis zu entwickeln“, empfahl er. Wichtige Hinweise zu den Interessen und der Zielfindung von Jugendlichen wurde in Kurzvorträgen aus der Pestalozzischule, aus der Robert-Koch-Schule und aus dem Gymnasium geliefert. „Nach der zehnten Klasse verlassen etwa 25 Prozent der Schüler das Gymnasium Langenhagen. Zum Teil wollen sie eine andere Schule besuchen, zum Teil eine Ausbildung beginnen“, so der Hinweis von Ingo Sprick, Beauftragter für Berufsorientierung und -information am Gymnasium. Es gehe darum, diesen Schülern eine Perspektive zu bieten und im Gymnasium neben der Information zum möglichen späteren Studium frühzeitig zu Ausbildungsberufen zu informieren.
Im Gespräch untereinander waren sich die Arbeitgeber einig, dass bei der Einstellung von Azubis Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit wichtig sind. Neben den Zeugnisnoten gehöre ausreichendes Allgemeinwissen und angemessenes Auftreten zu den Voraussetzungen, sagen Karsten Lotz und Martin Thomas von der Firma Krage, Erika Math von der Firma Dachser und Marc von Grünhagen von der Firma Kühne und Nagel. „Ernsthaftigkeit und Durchhaltevermögen“, wünscht sich Ralf Spillmann, der für die Weatherford Holding am Treffen teilgenommen hat. Handlungsbedarf sieht er in Bezug auf Informationen zu den Unternehmen vor Ort, damit Schüler überhaupt wissen, welche Möglichkeiten sie als Azubi haben.