Argumente gegen Argwohn

Maik Renneberg warb in der aha-Informationsveranstaltung um Verständnis der Bürger. (Foto: G. Gosewisch)

Abfallentsorger aha informiert über Mülltonnen

Langenhagen (gg). Verständnis fördern und den Emotionen mit Sachlichkeit begegnen. Der Abfallentsorger aha bemüht sich rege um die Befindlichkeiten seiner Kunden, in diesen Tagen besonders, denn zum Jahreswechsel gilt das neue aha-Müllabfuhrsystem. Kunden, die die Mülltonne bestellt haben, bekommen ihren Wunschbehälter nun frei Haus geliefert. Die Sack-Abfuhr (Restmüll) bleibt als Option bestehen, doch für beide Varianten gilt ab 1. Januar 2016 ein zweiwöchiger Abholrhythmus. Das ist neu in Langenhagen. Jeder war gewöhnt, dass die Müllwerker wöchentlich dafür sorgten, dass der Abfall verschwindet – bevor er zu arg stinkt. Papiermüll- und Plastik- und Biomüllsäcke werden weiterhin wöchentlich abgeholt. Da Veränderungen naturgemäß mit Argwohn verknüpft werden, gab es nun eine Informationsveranstaltung im Rathaus. Maik Renneberg, stellvertretender Geschäftsführer des „Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Hannover (aha)“ erklärte nicht nur, womit die Bürger nun zu rechnen haben, sondern auch warum welcher Service angeboten werden kann und welcher eben nicht. Grundsätzlich muss das Prinzip der Gleichbehandlung in der Gebührensatzung umgesetzt sein, daher gibt es seit zwei Jahren die veränderten Grundgebühren und die bekannten Gutscheine, die gegen Restmüllsäcke eingetauscht werden können. Das Prinzip bleibt für Bürger, die keine Restmülltonne bei aha bestellt haben. Auf den Zwischenruf aus den Zuhörern zum Problem der Volumenvorgabe gab Maik Renneberg ein anschauliches Beispiel: „Alle kennen die GEZ-Gebühren. Jeder muss das Gleiche bezahlen. Ob im Monat nur eine Stunde Radio gehört wird oder rund um die Uhr, bleibt jedem selber überlassen.“
Um besondere Nachsicht mit dem menschlich Machbaren warb der Experte in Bezug auf die anstehende Tonnen-Auslieferung: „Wir haben einen Hundert-Prozent-Anspruch. Klar muss aber sein, dass die Realität dies nicht zulässt. Die richtige Tonne gehört vor das richtige Haus. Wenn das einmal falsch läuft, bemühen wir uns, dies so schnell wie möglich zu berichtigen. Wir brauchen nur den Hinweis der Betroffenen. Unser Ziel ist es, bis Weihnachten mit der Auslieferung der Tonnen fertig zu werden.“ Ab Januar müssen die Tonnen am Müll-Abholtag für die Müllwerker bereitgestellt werden, maximal 15 Meter entfernt vom Haltepunkt des Fahrzeugs. Die Tonnen bekommen eine Kennzeichnung. Mit Wachsstift wird die Hausnummer darauf geschrieben, damit jeder seine Tonne nach der Leerung wiederfindet.
Insgesamt 5.360 Restmülltonnen werden in Langenhagen ausgeliefert, so die Auskunft von Heike Kopahl, aha Unternehmenskommunikation, auf ECHO-Anfrage. Damit werden mehr als die Hälfte der Haushalte mit Tonnen ausgestattet.