Armlohweg bleibt gesperrt

Der Armslohweg ist die Abkürzung zwischen Münchner Straße und Schulenburg. Die Slalom-Sperrung bleibt. (Foto: G. Gosewisch)

Vorschlag aus Ortsrat Schulenburg scheitert

Langenhagen (gg). Nicht hinnehmen wollte der Ortsrat Schulenburg die von der Verwaltung bereits eingerichtete Sperrung am Armlohweg. Diese verhindert die Durchfahrt von Kraftfahrzeugen von der Münchner Straße in Richtung Schulenburg-Engelbostel und umgekehrt. Gesprächsbereitschaft zum Thema signalisierte Lutz Döpke, Schulenburgs stellvertretender Ortsbürgermeister, in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses. Zwar habe der Ortsrat Schulenburg in der entsprechenden Beschlussdrucksache formuliert, dass die Verwaltung die Sperrung aufheben solle, doch grundsätzlich gehe es darum, eine „andere Lösung“ zu finden. Dass die Sperrung überhaupt passiert ist, sei bedauerlich. „Die, die durch müssen, wie Rettungskräfte oder Landwirte als Anlieger, müssen auch durch kommen“, betonte er. Gegenrede formulierte Matthias Gleichmann: „Das Thema gibt es seit 30 Jahren. Dort wurde alles probiert, was als Sperrung aufgebaut werden kann: Tröge, Schranken, Pfosten und vieles mehr. Nichts blieb lange stehen, alles wurde von Autofahrern bei Seite geschafft. Die festen Planken, die jetzt da stehen, sind die Konsequenz.“ Rolf Brose, Kontaktbeamter der Polizei für Schulenburg, bestätigt: „Die Beschwerden der Fußgänger waren zahlreich. Auf dem einspurigen Weg müssen die in die Böschung ausweichen, wenn Autos vorbeifahren.“ Auch die Benutzung nur für Anlieger sei nicht eingehalten worden. Dazu Brose: „Wir haben in dem Bereich viele Kontrollen durchgeführt. Die Ausreden der Raser waren abenteuerlich.“ Zum Problem der blockierten Zufahrt für landwirtschaftliche Fläche klärte Stadtbaurat Carsten Hettwer auf: „Wir haben vor der Sperrung mit den betroffenen Landwirten gesprochen, alle Flächen sind über den nördlichen Parallelweg anzufahren.“
Zur Abstimmung kam der Gegenantrag der Verwaltung, mit dem die Sperrung des Armslohweges mit acht Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen bestätigt wurde. In der Erläuterung des Beschlusses ist die Sperrung als folgerichtig und erforderlich beschrieben und mit dem Hinweis ergänzt, dass die Region als Aufsichtsbehörde eingeschaltet worden wäre, falls der Rat die Sperrung aufgehoben hätte.
Zufrieden sind Fußgänger und Fahrradfahrer vor Ort jedoch trotzdem nicht: „Die beschweren sich hier alle“, sagt eine Hundehalterin im Gespräch mit dem ECHO und weiter, „die Sperrung ist wie ein Slalom-Kurs. Man kommt schlecht durch und viele Fahrradfahrer müssen extra absteigen. Man schlingert und gerät in die Böschung. Das ist hier schlecht gemacht.“