Auch für Langenhagen eine Option?

CDU informiert sich in Wunstorf über Jugendparlament

Langenhagen. Die Idee zur Umsetzung eines Jugendparlamentes ist nicht neu, denn schon vor etwa zehn Jahren organisierte die CDU unter Leitung der damaligen Stadtverbandsvorsitzenden Gesine Saft eine Veranstaltung zu diesem Thema. Anwesend war ein Vertreter eines Jugendparlamentes aus Süddeutschland und Schülervertreter. Bedauerlicherweise war die Resonanz bei den betroffenen Schülern und Schülerinnen gleich Null. "Inzwischen wissen wir, dass es nicht reicht seine Idee über eine Informationsveranstaltung an die Jugendlichen verkaufen zu wollen, hier brauchen wir eine komplett andere Herangehensweise", ist sich der CDU- Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer sicher. Erste Voraussetzung sei die Unterstützung einer Mehrheit des Rates und fast noch wichtiger die der Verwaltung. Diese Erkenntnis haben die CDU-Fraktionsmitglieder im Rahmen einer fast zweistündigen Sondersitzung mit dem Sozialpadägogen und Organisator der Stadt Wunstorf, Jens Klingenberg, sowie dem Wunstorfer Jugendbürgermeister Lukas Warnecke gewonnen.
"Wir waren sehr angetan von deren Engagement, ihrer Begeisterung und dem Erfolg des Projektes" schildert Gesine Saft, die das Treffen organisiert hatte, ihren Eindruck des Dialogs und ergänzt: "Sie haben den Eindruck hinterlassen, dass es zur Gründung eines Jugendparlamentes engagierter Menschen aus dem Jugendpflegebereich, aber auch der Lehrkräfte der unterschiedlichen Schulen und natürlich nicht zuletzt der Schülerinnen und Schüler bedarf." Die CDU hat nun vorgeschlagen, die Wunstorfer erneut zu einer Vorstellung in den Jugendhilfeausschuss einzuladen, damit alle aus erster Hand die Vor- aber auch Nachteile der Einrichtung eines Jugendparlaments erfahren können.
Aus Sicht der CDU gibt es schon eine Reihe von Kriterien, die aus der Organisation des Wunstorfer Jugendparlamentes zu übernehmen sind. So brauchen die Jungpolitiker eine ständige Begleitung durch eine dazu abgestellte Person aus dem Bereich der Jugendpflege, es muss einen angemessenen Etat geben und die Jugendlichen müssen ernst genommen werden. Man muss ihnen in den Ausschüssen zuhören, und es darf nicht das Gefühl entstehen, sie seien die Alibigruppe, mit der der Rat seine Pflicht, sich für die Belange der Jugend in der Stadt einzusetzen ad acta legt. "In Wunstorf liegt die Wahlbeteiligung bei 20 bis 25 Prozent. Das ist ein wirklich beachtlicher Wert, aus dem man erkennen kann, dass ein Jugendparlament mit dem richtigen Engagement ein Erfolg werden kann", folgert Heuer und hofft nun, dass sich diese Idee mit Hilfe der Erfahrungen anderer Kommunen und mit parteiübergreifender Unterstützung mittelfristig auch in Langenhagen durchsetzen wird.