Auch Hannovers OB gratulierte

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (links) und VHS-Präsident Paul- Eric Stolle (rechts) mit Ernst Müller, dem neuen Ehrenmitglied des Verbands Hannoverscher Schützenvereine. (Foto: K. Raap)

Ernst Müller ist jetzt Ehrenmitglied im Verband Hannoverscher Schützenvereine

Hannover (kr). „2016 ist das Jahr der Geburtstage und Jubiläen: 775 Jahre Stadt Hannover, 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot, 487 Jahre Schützenfest Hannover und 60 Jahre Dirigentenjubiläum Ernst Müller. Aufgrund Ihrer großen Verdienste und Leistungen um das hannoversche Schützenwesen, vor allem in Bezug auf die musikalischen Aktivitäten, wurden Sie auf Vorschlag des VHS-Präsidiums auf der Frühjahres-Delegiertenversammlung zum Ehrenmitglied unseres Verbandes gewählt.“ So beginnt ein Brief, den der Langenhagener Musikdirektor kürzlich erhielt. Das Schreiben kam von Paul-Eric Stolle, Präsident des Verbands Hannoverscher Schützenvereine (VHS). Der Verband ist ein Zusammenschluss von 86 Schützenvereinen der Region Hannover. Er vertritt mehr als 5.000 Schützen. Der VHS ist gemeinsam mit der Stadt Hannover Träger des hannoverschen Schützenwesens.
Verbunden mit dem Schreiben war eine Einladung für Ernst Müller und Ehefrau Marlies, Ehrengäste beim traditionellen Festessen des VHS im riesigen Marris- Veranstaltungszelt beim größten Schützenfest der Welt zu sein. Der VHS nutzt diese Veranstaltung zur Halbzeit des Festes, die Bruchmeister und die neuen Könige vorzustellen und besondere Ehrungen vorzunehmen. Dazu zählte auch die Ernennung Ernst Müllers zum Ehrenmitglied. Diese Würdigung nahm mit sehr persönlichen Worten Präsident Paul-Eric Stolle vor. Der schon mit etlichen Auszeichnungen bedachte Müller ist übrigens der einzige „Zivilist“ der bisherigen Ehrenmitglieder, das heißt, dass er keinem Schützenverein angehört, sondern als Musiker überzeugte. Riesenbeifall der mehr als 600 Gäste, als Präsident Paul-Eric Stolle dem Langenhagener Musikdirektor die gerahmte Ehrenurkunde überreichte. Zu den ersten Gratulanten zählte auch Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok.
Die frühesten Kontakte mit dem hannoverschen Schützenfest knüpfte Ernst Müller bereits 1956, als er noch als 17-jähriger Trompeter mit dem Zwölf-Mann-Orchester seines Vaters seinen ersten Ausmarsch bestritt. In jenem Jahr begann er auch sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Seine vielen Tätigkeiten auf diversen Festen brachten ihm dort schnell den Spitznamen Schützenfest-Müller ein. Nach seiner Gründung des Blasorchesters Langenhagen im Jahr 1958 und seiner erstaunlichen Karriere als Dirigent und Leiter mehrerer Orchester ließ er bis zu seiner Krankheit im Jahr 2001 keinen einzigen Ausmarsch in der Landeshauptstadt aus. Sein Markenzeichen war das vielseitige Repertoire und die Qualität seiner Musik. Und er schaffte das Kunststück, über viele Jahre hinweg einen einzigen Festumzug gleich mit drei verschiedenen Kapellen zu absolvieren. So startete er gewöhnlich zunächst im Vorzug mit dem Musikkorps der Berufsfeuerwehr, stieg dann am „Ziel“ mit dem Langenhagener Blasorchester noch rechtzeitig in den zweiten Zug ein und reihte sich dann nach der nächsten Runde mit dem Orchester der Volkswagen AG auf dem Schützenplatz präzise in den dritten Zug ein.