Auf den Spuren von Schweini und Co

Johannes Plecknies berichtet von seinen Erfahrungen in Südafrika.

Ein Erlebnisbericht von Johannes Plecksnies

Langenhagen (jp). Es sollten die größten Momente im Leben eines deutschen Fußballfans seien, die deutsche Nationalmannschaft bei einem WM Spiel auf dem afrikanischen Kontinent begleiten zu können. Am Tag des Auftaktspiels unserer deutschen Jungs in Durban gegen Australien verfolgte ich das Spiel noch im Fanpark in Nelspruit im Nordosten Südafrikas. An diesem Tag traf ich ein deutsches Mädchen die ein Auslandsdienst in einem Kinderheim vor Ort machte. Von ihr kauften ich und zwei weitere FSJ’ler Karten für das Spiel Deutschland gegen Serbien vier Tage später und 1400 Kilometer entfernt. Nun waren die Reiseplanungen in vollem Gang, ein Flug, Busverbindungen nach Johannesburg und Übernachtungsmöglichkeiten mussten her. Endlich war es dann soweit, der 18.06.2010 um 5 Uhr morgens ging die Reise nach Johannesburg mit einem Bus los der die 344 km in 4 Stunden zurücklegte. Angekommen ging es im Deutschlandtrikot über den International Airport Johannesburg zum Flieger der uns an die Nelson Mandela Bay nach Port Elizabeth bringen sollte. Die Vorfreude auf das Spiel war riesig und der Flieger landete sogar pünktlich um 12.50 Uhr am Ostkap. Nun hatten wir noch 40 Minuten Zeit zum Anpfiff. 20 Minuten vor dem Spiel saßen wir dann im Nelson Mandela Bay Stadium, das Stadion mit 46000 Zuschauern und einer beeindrucken Dachkonstruktion, dass aus der Luft aussieht als sei es ein riesiges Luftkissenboot. Viele Deutsche waren im Stadion, dass lag daran das viele deutsche aus Kapstadt gekommen waren wo sehr viele Europäer wohnen. Die Nationalhymnen erklangen und wir waren überglücklich dabei sein zu können. Der Spielverlauf den alle kennen, ließ natürlich große Enttäuschung aufkommen egal ob die Gelb-Rote Karte gegen Miroslav Klose, der verschossene Elfmeter von Lukas Podolski oder die merkwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters waren natürlich sehr zum Ärgernis der deutschen Fans. Nach dem Spiel hat es lange gedauert bis es wieder ein Lächeln in den Gesichtern gab. Anschließend flogen wir dann direkt nach dem Spiel wieder nach Johannesburg und übernachteten in einem Backpackerhostel für umgerechnet 25 Euro die Nacht. Am nächsten morgen ging es dann wieder mit dem Bus zu unserer Gruppe nach Nelspruit. Resümierend waren wir trotz der Niederlage sehr froh diese Erfahrung verbunden mit dieser Inlandreise auf uns genommen zu haben, denn wann kommt man mal so nah an die Nationalmannschaft auf einem fremden Kontinent und bekommt Fotos von Löw, Schweini und Poldi auf der eigenen Kamera.