Auf Sonnenenergie setzen

Beim Heizungsaustausch die Sonne einplanen - Energieberater Dirk Hufnagel (links) berät Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr, wie das gehen kann.

Kostenlose Solarberatungen in Langenhagen

„Kann Ihr Haus Sonne?“ Unter diesem Motto können Hausbesitzer und Unternehmen in Langenhagen vom 14. Juli bis 10. August einen kostenlosen Solar-Check erhalten. In der einstündigen Beratung erfahren Immobilieneigentümer, wie sie mit einer Solarwärmeanlage ihre Heizung entlasten oder mit einer Photovoltaikanlage selbst Strom produzieren können. Ein unabhängiger Experte beantwortet dabei außerdem Fragen zu Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit und Fördermitteln sowie zu Anschlussmöglichkeiten an vorhandene Heizungen.
Das wollte auch Wolfgang Langrehr, Ortsbürgermeister von Kaltenweide, genauer wissen: Er ließ sein 1980 gebautes Einfamilienhaus von Energieberater Dirk Hufnagel checken. Die große Dachfläche könnte gut genutzt werden, um Sonnenstrahlung einzufangen. Momentan sorgt eine etwa zehn Jahre alte Ölheizung für Wärme. „Mich interessiert, was sich bei einem älteren Haus überhaupt nachträglich machen lässt – und mit welchen Aufwand“, so der Ortsbürgermeister. „Dafür ist die Meinung eines unabhängigen Experten sehr hilfreich, denn der möchte kein bestimmtes Produkt verkaufen.“ Die Aktion „Solar-Checks“ wird von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover in Kooperation mit der Umweltbeauftragten der Stadt Langenhagen, Marlies Finke, organisiert.
Terminvereinbarungen unter der Telefonnummer (0511) 600 99 636.
Weitere Informationen auf www.solar-checks.de und www.langenhagen.de. Weitere Termine der Aktion Solar-Checks: Auf dem Wochenmarkt am Sonnabend, 26. Juli, können Hauseigentümer die Beratung der unabhängigen Solarberater nutzen. Ergänzend präsentieren sich lokale Handwerksbetriebe.
Am Sonntag, 27. Juli, werden im Rahmen einer Solar-Radtour beispielhafte Gebäude vorgestellt, die bereits die Kraft der Sonne nutzen. Dazu gibt es Erfahrungsberichte aus erster Hand und Erläuterungen von Experten. Treffpunkt ist am S-Bahnhof Kaltenweide, um 14 Uhr. Im Rathaus zeigt vom 21. Juli bis 10. August eine Ausstellung Wissenswertes rund um das Thema Solarenergie.
Wolfgang Langrehr möchte auf seinem Haus/Baujahr 1980 eventuell eine Photovoltaikanlage einrichten und der Energieberater Dirk Hufnagel hat bei der Beratung bestätigt, dass sein Süd-Dach mit optimaler Dachneigung und keiner Verschattung sehr gut geeignet ist. Sein mittlerer Stromverbrauch im Haushalt könnte vollkommen durch die Sonne erzeugt werden. Es wurde auch die aktuelle Thema der Speichertechnik diskutiert. Die Speicher werden staatlich gefördert, liegen allerdings bei den Kosten noch ziemlich hoch und stecken in der Entwicklung. Hier ist trotzdem ein kleiner Speicher denkbar, eine Nachrüstung kann dann jederzeit getätigt werden. Die Selbsteinspeisung der erzeugten Sonnenenergie war ebenfalls Thema und ist in Anbetracht der hohen Strompreise von etwa 25 Cent netto und zu erwartenden Preissteigerungen in den nächsten Jahrzehnten sehr interessant. Lohnt es sich noch eine PV-Anlage zu installieren? Hier gibt es einen deutlichen Preisverfall im letzten Jahrzehnt, sodass die Anlagenkosten stark gesunken sind, leider auch die Einspeisevergütung ebenfalls. Derzeit beträgt die Einspeisevergütung etwa 12.5 Cent/kWh Solarstrom.
Alle Hauseigentümer und Unternehmen sind aufgerufen, den kostenlosen Solarcheck durch unabhängige Energieberater zu nutzen. Die Klimaschutzagentur stellt 40 Beratungen für die Hauseigentümer zur Verfügung, für die Unternehmen liegt für die gesamte Region ein Beratungskontingent vor. Falls, wie in anderen Kommunen, die Kampagne sehr gut angenommen wird, wird die Stadt weitere Solarchecks unterstützen.
Für die Solar-Radtour am 27. Juli bittet Marlies Finke um Anmeldung unter marlies.finke@langenhagen.de . Hierbei werden drei Hauseigentümer besucht, die Ihre eigene Solaranlage und die Erfahrungen damit vorstellen. Ein Solarberater und ich werden die Tour begleiten.
Auf dem Wochenmarkt am 26. Juli werden einige Handwerksfirmen einen Ausstellungsstand mit Technik und Beratung anbieten. Hier wird außerdem der Beratungsstand der Klimaschutzagentur mit einem neutralen Energieberater auf die Solarcheck-Kampagne aufmerksam machen und auch direkt beraten.
Die Solaranlagen-Bilanz sieht folgendermaßen aus: Solarstrom mit 4038 Kilowatt installierter Leistung bei 216 Anlagenstandorten In Jahr 2004 waren es mit 21 Anlagenstandorten gesamt 70 Kilowatt Leistung und Solarwärme mit 1.171 Quadratmetern Kollektoren bei 159 Solarthermie-Anlagenstandorten.