Auf Wiedersehen Kreuzwippe

Der Helferkreis des AWO-Ortsvereins Engelbostel beim Umzug. Auch das ECHO war mit dabei. Fotos: E. A. Nebig

AWO Engelbostel nahm Abschied von ihrer Senioren-Begegnungsstätte

Engelbostel (ne). Seit 34 Jahren betreibt der Arbeiter-Wohlfahrt-Ortsverein (AWO) in Engelbostel seine sehr gut frequentierte Begegnungstätte in der unter Denkmalschutz stehenden alten Dorfschule an der Kreuzwippe. Das Gebäude wurde bisher auch vom DRK genutzt und war zudem Sitz der Verwaltungsstelle. Im Giebel des Backsteinbaues aus dem Jahr 1879 prangt eine Sandsteintafel mit der Inschrift: „Hier lernt die Jugend Weisheit, Frömmigkeit und Tugend“. Das Gebäude dokumentiert der Nachwelt anschaulich Niedersächsische Schul- und zudem Dorfgeschichte im Sinne des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes. Die Stadt ist also als „Untere Denkmalschutzbehörde“ – ohne wenn und aber des Rates – zu seinem Erhalt verpflichtet! Eingerichtet haben die AWO-Begegnungsstätte in diesem historischen Schulgebäude mit Lehrerwohnung und Wirtschaftstrakt einst Hermann Thürnau und die jetzige AWO-Ehrenvorsitzende Margrit Benzler. Heute zeichnet Ingrid Bernhardt als ihre Nachfolgerin im Amt der 1. Vorsitzenden für den Ortsverein und damit auch für die Begegnungsstätte hauptverantwortwortlich. Das bedeutet derzeitig viel zusätzliche Arbeit; denn ihren Verpflichtungen gemäß dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz nachkommend, lässt die Stadt Langenhagen nun das alte Gebäude restaurieren. Diese Maßnahme erfordert für einige Monate die totale Räumung des Hauses, das voraussichtlich im Sommer 2011 seiner bisherigen Nutzung wieder zugeführt werden soll! Es hieß also für AWO, DRK und Verwaltungsstelle vorübergehend von der Kreuzwippe Abschied zu nehmen. Doch wie weiter arbeiten? Wo das Mobilar, das Inventar lassen? Das waren zunächst bange Fragen. Doch in der sprichwörtlichen Dorfgemeinschaft waren sie schnell positiv beantwortet. Ingrid Bernhardt und ihr zwölfköpfiger Helferkreis, darunter drei Männer, fanden nämlich Unterstützung. Die Familie Busse stellte in unmittelbarer Nachbarschaft in ihrem Haus an der Kirchstraße Lagerraum für sämtliches Inventar zur Verfügung. Die Martins-Kirchengemeinde bot gegen ein geringfügiges Nutzungsentgelt für Energie und Reinigung zweimal wöchentlich Räumlichkeiten für die Seniorenbetreung im Gemeindehaus an. Der AWO-Vorstand war sehr dankbar und erleichtert. Ohne große Kosten konnte jetzt mit dem Umzug begonnen werden, aber nicht ohne vorher den vorübergehenden Abschied von der Begegnungsstättean der Kreuzwippe.mit einem fröhlichen Grillfest zu feiern. Während dieser Party gab es eine Überraschung! Die Ehrenvorsitzende Margrit Benzler überrreichte ihrer Amtsnachfolgerin eine hochherzigen Spende in Höhe von 1.200 Euro. Mit dieser Summe solle sie die Senioren-Betreuungsarbeit, wenn auch auf Sparflamme, während der Sanierungs-und Restaurierungsarbeiten wie gewohnt fortsetzen, betonte sie bei der Spendenübergabe. In den kommenden Monaten setzt die AWO also ihre Seniorenbetreungsarbeit im Martins-Gemeindehaus an der Kirchstraße fort. Dort ist die AWO-Begegnungstätte jeweils am Montag und Dienstag von 14.15 bis 18 Uhr geöffnet.