"Aufgabenkritik fehlt"

Geschäftsführer Stefan Otte (ganz links) lieferte der CDU-Delegation Daten und Faktenb zum Godshorner Bad (von links): Heinz Mahlberg, Mchael Sprung, Ute Biehlmann-Sprung, Emil Brockstedt, Mirko Heuer,Gesine Saft, Ulrich Müller, Paul Otte.Foto: O. Krebs

CDU-Delegation bekräftigt Meinung zum Badstandort Godshorn

Godshorn (ok). Die Diskussion um ein neues Bad in Langenhagen geht in eine nächste Runde, der CDU-Ortsverband bekräftigt noch einmal seinen Standpunkt. Und das ganz ohne Lokalpatriotismus, wie die Politiker betonen. Heinz Mahlberg bei einer Ortsbesichtigung: "Wir sehen einen Neubau einer Schwimmhalle in Kombination mit dem Freibad mit seiner Fläche von 40.000 Quadratmetern als preisgünstigste Lösung an." Der Charme bei dieser Lösung: Der Betrieb könnte reibungslos weiterlaufen, wenn an der rechten Seite der Neubau eines reinen Sportbades entstünde, bevor das alte Bad abgerissen würde. Wo früher die alte Halle stand, würden Parkplätze entstehen. Die Besucherzahlen in Godshorn seien gut – das Freibad besuchten 2008 80.000 Besucher, in der gesamten Saison 2007 seien 180.000 Besucherinnen und Besucher gekommen. Die 50-Meter-Bahnen im Freibad seien wettkampfgeeignet, ein Hallenbad allein ist nach Aussage von Bad-Geschäftsführer Stefan Otte nicht kostengünstig zu betreiben. Eine andere Möglichkeit: Eine Sanierung des Godshorner Hallenbades würde mit etwa sechs bis acht Millionen Euro zu Buche schlagen, ein neues Bad ist nach Ansicht der Godshorner Christdemokraten nicht unter 25 Millionen Euro zu bekommen. Nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Langenhagen Rücklagen, die der derzeitige Haushalt einfach nicht hergebe. Heuer: "Ich kann nicht verstehen, dass der Badneubau vorangetrieben wird, bevor eine Aufgabenkritik erfolgt ist."
Vor dem Besuch des Godshorner Bades hat sich die CDU-Delegation im Gewerbegebiet bei Iveco umgeschaut. Die Firma mit 60 Mitarbeitern öffnet am 22. April seine Pforten. Zurzeit gibt es nach Aussage Heinz Mahlbergs allerdings noch Verhandlungen mit der Langenhagener Bauverwaltung wegen der Genehmigung für ein Werbeschild in 12,50 Meter Höhe.