„Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen ...“

Hans Machowiak (links) als Fritz Walter und Armin Sengenberger als Helmut Rahn

„Das Fußballwunder von Bern“ am 18. April im Theatersaal Langenhagen

Langenhagen (haps). Wer kennt es nicht, das heute wie damals faszinierende „Tooooor! Toooor! Tooor!“, mit dem Radioreporter Herbert Zimmermann am Abend des 4. Juli 1954 den finalen Jubel einleitete, der ganz Deutschland nach dem 3:2 der deutschen Nationalmannschaft im Berner Wankdorf-Stadion erfasste. Die deutsche Auswahl hatte den haushohen Favoriten Ungarn besiegt und war Fußballweltmeister– ein Sportereignis, das einem Wunder gleichkam und in seiner moralischen Wirkung die gesamte Nation aus der Lethargie der tristen Nachkriegsjahre riss. Denn bei der Rückkehr der elf Helden mit ihrem Trainer Fritz Herberger aus der Schweiz kannte der Jubel keine Grenzen, Deutschland war wieder wer. Der Schütze des entscheidenden Tores zum 3:2 war Helmut Rahn, der „Boss“ aus Essen, der danach kometenhaft aufstieg und später in ein tiefes Loch fiel. Autor Dirk Schröter, der gleichzeitig Regie führte, stellt dieses Spielerschicksal in den Mittelpunkt seines Stückes und bringt in dessen Umfeld wichtige Protagonisten wie Fritz Walter, Sepp Herberger oder Ferenc Puskás auf die Bühne. Gleichzeitig lässt diese Inszenierung den Geist der Weltmeisterschaft 1954 in mitreißenden Bildern wieder aufleben – schlechthin ein faszinierender Theaterabend.
Als letzte Produktion in der Spielzeit 2009/10 ist das „Fußballwunder von Bern“ im Rahmen der beliebten, von der Stadt Langenhagen und der Konzertdirektion Landgraf veranstalteten Theaterreihe „Theater-Boulevard“ am 18. April um 20 Uhr im Theatersaal Langenhagen zu erleben. In der Inszenierung von Dirk Schröter (Bühnenbild: Zoltan Labas) spielen Henning Schimke, Armin Sengenberger, Jan Opderbeck, Hans Machowiak, Roland Avenard, Bettina Dornheim, Stephan Bürgi, Esther Leiggener und Alexander Abramyan. Karten gibt es beim ECHO an der Walsroder Straße 125 sowie an allen anderen Vorverkaufsstellen-Stellen und ab 19 Uhr an der Abendkasse.