Aus den Kinderschuhen gewachsen

 

Gelungenes Familien-Sommerfest am Silbersee

Langenhagen (dl). Mehr Platz, mehr Angebote, mehr Besucher und mehr Sitzgelegenheiten: so in etwa ließe sich das diesjährige 15.Familien-Sommerfest am See mit wenigen Worten in Kurzform zusammenfassen. Was dereinst als DLRG-interne Vereinsfeier begann, hat sich mittlerweile zu einem festen Termin im Langenhagener Veranstaltungskalender gemausert. Dabei halten die ehrenamtlichen Mitglieder der DLRG nicht stur am immer gleichen Konzept fest, sondern sind jederzeit offen für Veränderungen und Verbesserungen, die mitunter allerdings auch vom zur Verfügung stehenden Budget diktiert werden. Da ist man sozusagen noch in der Findungsphase. Einschnitte bei der Finanzierung des Feuerwerks konnten dank der Unterstützung der Stadt, die ein vitales Interesse am Fortbestand des Seefestes hat, zwar ausgeglichen werden, weil insbesondere an diesem Programmpunkt zum Abschluss der Seesause weiterhin festgehalten werden soll. Das gehört, genauso wie bei der Nacht der Lichter im Herbst, einfach dazu. Zugunsten des Kinderkarussells allerdings musste der Veranstalter in diesem Jahr schweren Herzens auf die Livemusik verzichten. Nicht wie in den letzten zwei Jahren also von der Band „Sugarplum Fairy“, sondern stattdessen vom Plattenteller kam diesmal die Musik und das war gewissermaßen auch der einzige Wermutstropfen in einer ansonsten erfolgreichen und gut organisierten Veranstaltung. An dieser Stelle sei deshalb eine kritische Anmerkung erlaubt: Es mag schwierig sein, dem Musikgeschmack von deutlich mehr als eintausend Besuchern adäquat gerecht zu werden, aber die im Grunde niveaulose Stimmungsmusik nach Ballermann-Art sollte es dann doch nicht sein. Da hätte das Fest mehr verdient. Das ganze Festgelände, auch um das sonst übliche Gedränge zwischen Wachturm und DLRG-Haus zu vermeiden, wurde in diesem Jahr nach hinten erweitert. Der Grillstand rückte aus der engen Garage unter ein großes Zeltdach, während auf der hinteren Freifläche so etwas wie ein kleiner Vergnügungspark entstand mit einem historischen Kinderkarussell und einer Bungee-Jumping-Anlage. Zusätzlich hatte auch das Abenteuerland seine Tore geöffnet und die DLRG bot in diesem Jahr wieder seine gleichermaßen beliebten wie spektakulären Bootsfahrten an, diesmal mit dem neuen und schnellen Rettungsboot „Rolf Herrmann“. Der Nachmittag stand somit ganz eindeutig im Zeichen der Kinder.
Nach Einbruch der Dunkelheit stiegen zunächst die Fackelschwimmer in den See, bevor das traditionelle Feuerwerk als Höhepunkt des Abends den See und die Umgebung geräuschvoll von oben beleuchtete. Um 24 Uhr schließlich endete das Fest, so wie es sein sollte: friedlich und ohne Zwischenfälle. Anschließend blieb den rund 60 bis 70 Rettungsschwimmern nur noch die weniger angenehme Aufgabe, alles wieder abbauen zu müssen, womit sie etwa gegen 2 Uhr 30 in der Nacht fertig waren. Dafür hatten sie einen arbeitsfreien Sonntag. Erstens, weil die Arbeit erledigt war und
weil der Silbersee zweitens wegen der Bombenräumung zur Evakuierungszone gehörte.