Aus für Projekt „Bärenhunger“

Zwei von insgesamt sechs aus dem Team „Bärenhunger“: Auch für Celine Müller und Sven Seidel gehen morgen die Lichter im Jugendzentrum aus. (Foto: O. Krebs)

Sozialer Mittagtisch im Haus der Jugend ist vorbei

Langenhagen (ok). Das Projekt „Bärenhunger“, das 2007 im Haus der Jugend am Langenforther Platz ins Leben gerufen worden ist, gehört ab nächster Woche der Vergangenheit an. Die Zielgruppe falle mit der Ganztagsschule weg; der soziale Aspekt sei nicht mehr vorrangig. „Nur noch die Robert-Koch-Realschule liegt in unserem Einzugsgebiet“, sagt Mitinitiator Sven Seidel. Jeden Tag habe es das Angebot zur Mittagszeit gegeben; der Zulauf sei in der jüngsten Zeit allerdings gering gewesen. Sven Seidel: „Den sozialen Mittagstisch scheint es nicht mehr zu geben“, stellt Seidel fest. Er gibt sich gelassen: „Es gibt Schlimmeres, als so ein Projekt einzustampfen, weil keine Notwendigkeit mehr besteht.“ In Spitzenzeiten sind bis zu 20 Kids zum „Bärenhunger“ gekommen; 10.000 Euro gab es jährlich von der Stadt Langenhagen als Zuschuss, 11.000 Euro sind bei der Beerdigung des ehemaligen Stadtdirektors Klaus Rosenzweig zusammengekommen. Für den Verein zur Förderung von Jugend und Kultur soll es weitergehen, er will sich nach dem Umbau des Cafés Monopol mit Konzept und Projekten neu aufstellen. „Es soll Programm und auch eine Kooperation mit der mobilen aufsuchenden Jugendarbeit MAJA geben“, verrät Sven Seidels Bruder Thomas, der bei „Bärenhunger“ auch mit im Boot ist.