Ausbildungsbotschafter kommt gut an

Neue Idee der IHK beim Ausbilderfrühstück vorgestellt

Langenhagen (ok). Die Idee eines Ausbildungsbotschafters kam beim zweiten Ausbilderfrühstück in diesem Jahr richtig gut an. So gut, dass Bürgermeister Mirko Heuer diesen Einfall der Industrie- und Handelskammer im Rathaus in die Tat umsetzen will. Denn: Das Problem ist allen bekannt –die Zahl der freien Ausbildungs- und Arbeitsplätze übersteigt in vielen Branchen bei Weitem die Zahl der Nachfrage. 2013 gab es beispielsweise mehr Studienbeginner als Starter in eine berufliche Ausbildung. Auch die Berufsbilder haben sich komplett gewandelt. So gibt es heute zum Beispiel die Berufe des Kerzenherstellers oder Wachsbildners, der Fachkraft für Veranstaltungstechnik sowie des Fischwirts und des Werksteinherstellers. Nach wie vor ist ein Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst anscheinend sehr begehrt, die Abbrecherquote liegt lediglich bei schlappen 6,6 Prozent. Mirko Heuer sieht sich aber in der Verantwortung als oberster Repräsentant der Stadt, will die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft noch über den längst etablierten Berufsfindungsmarkt hinaus stärken. Der Eingang und die Weitervermittlung von Praktika ist ab sofort offizielle bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt. Auch, wenn seine Stabsstelle auch bisher oft übernommen habe, sagt Wirtschaftsförderer Jens Monsen. Und dazu eben der Gedanke des Ausbildungsbotschafters, den Heuer weiterverfolgen möchte. Offene und kommunikative Auszubildende im zweiten und dritten Ausbildungsjahr sollen diesen Job übernehmen. Selbstreflexion sei das A und O.