Ausbildungsjahr beginnt im Rathaus

Die Auszubildenden mit Bürgermeister Friedhelm Fischer in der Mitte: Julia Helena Spreng (von links), Ricarda Bahn, Mario Gentz, Tim Freiberg und René-Pascal Brusch. (Foto: L. Schweckendiek)
Langenhagen (ls). Wie in zahlreichen Betrieben beginnt das Ausbildungsjahr zum 1. August auch für Azubis in der Stadtverwaltung. Nun haben René-Pascal Brusch (16 Jahre), Tim Freiberg (17 Jahre), Julia Helena Spreng (18 Jahre), Ricarda Bahn (23 Jahre) und Mario Gentz (34 Jahre) im Rathaus ihren Dienst angetreten und werden in den nächsten drei Jahren ihren zukünftigen Beruf erlernen.
Besonders ist in diesem Jahr die Bandbreite der Berufe, die die fünf Auszubildenden vertreten. Mit der Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik, zum Fachinformatiker, zur Fachangestellten für Medien- und Informationstechnik, zur Verwaltungsfachangestellten und zum Stadtinspektor-Anwärter sind alle in der Stadtverwaltung erlernbaren Berufe von den fünf Auszubildenden besetzt. Im letzten Jahr waren es dagegen nur zwei Stadtinspektor-Anwärter und drei Verwaltungsfachangestellte, die ihren Weg ins Langenhagener Rathaus fanden. „Herr Freiberg kann stolz von sich behaupten, dass er der zweite Auszubildende zum Fachinformatiker ist, den es in unserer Verwaltung je gegeben hat. Noch dazu setzte er sich gegen satte 41 Mitbewerber durch“, berichtete Bürgermeister Friedhelm Fischer. Er hieß die fünf Neulinge herzlich willkommen und wünschte ihnen einen erfolgreichen Ausbildungsgang. Weitergehend erklärte er die Unterzahl der eingestellten weiblichen Auszubildenden durch das allgemein eher einseitige Interesse der Bewerberinnen: „Eine von 41 Bewerbungen zum Fachinformatiker war weiblich. Ebenso waren nur 18 Prozent der uns vorliegenden Bewerbungen zum Fachangestellten für Abwassertechnik von Frauen. Ganz anders dagegen lief es bei den Bewerbungen zum Fachangestellten für Medien- und Informationstechnik, kurz Bibliothekar. Hier waren von 29 Bewerbern 22 weiblich und auch die Stelle des Verwaltungsfachangestellten scheint mit 95 weiblichen von 144 insgesamten Bewerbungen äußerst begehrt von Frauen zu sein.“ Die Stelle des Stadtinspektor-Anwärters wurde nicht repräsentativ besetzt. Sie war ausschließlich für Studenten der Bundeswehr gedacht, da sie als eine duale Ausbildung mit dem Studienabschluss „Bachelor of Art“ gehandhabt wird. Auch hierbei lag die Frauenquote unter den Bewerbern bei bloßen sieben Prozent.
Unter den Auszubildenden herrscht an ihrem ersten Tag Aufregung. Julia Helena Spreng erzählt: „Ursprünglich wollte ich Veranstaltungskauffrau werden. Abgehalten hat mich das damit verbundene Studium. Eine Ausbildung war mir lieber. Durch mein großes Interesse an der Literatur bin ich dann bei meinem Wunschberuf und nach 60 abgeschickten Bewerbungen und zehn darauf folgenden Bewerbungsgesprächen nun hier gelandet und sehr glücklich damit.“ Auch Ricarda Bahn ist zufrieden mit der Gestaltung der folgenden drei Jahre: „Ich bin schon jetzt total begeistert von allem hier. Das ist total spannend, eine ganz neue Erfahrung. Aus meiner Familie kenne ich die Arbeit im öffentlichen Dienst bereits. Durch die Verbindung meiner Leidenschaften, Mathematik und Gesetzesgebung, habe ich hier genau das richtige gefunden. Außerdem bin ich ein absoluter Aktenmensch. Ablagen und alles was dazu gehört finde ich klasse.“
Weitergehend kooperiert die Stadt in diesem Jahr mit dem Landesarchiv. So werden die Auszubildenden in den drei Jahren neben diesem Archiv auch einige Zeit im Archiv der Stadt Langenhagen verbringen.