„Außen tragisch, innen magisch“

Kreativ haben die Schüler für die Festwoche im Gymnasium schon ein Logo entwickelt. Matthias Brautlecht (hinten rechts) freut sich über die Arbeit der Delegation (Schüler, Lehrer, Eltern, Sekretariat). (Foto: G. Gosewisch)

Festwoche am Gymnasium zum 50-jährigen Bestehen

Langenhagen (gg). „50 Jahre, das ist schon ein Pfund. Das wollen wir groß feiern“, sagt Matthias Brautlecht, Leiter des Gymnasiums, mit Blick auf den Aufwand für die Jubiläumsfeier am 1. Dezember. Der klassische Festakt wird in eine Festwoche eingebunden, in der die Schüler die Regie übernehmen. Ideen sind dazu schon vor einigen Wochen zusammengetragen worden. Ganz im Sinn des Schulleiters wird die Gemeinschaft dabei gestärkt. Schüler aller Jahrgänge, auch die in der Außenstelle an der Hindenburgstraße, haben 27 gemischte Gruppen (je Gruppe rund 30 Schüler) gebildet, die sich unterschiedlichen Themen widmen. „Tatsächlich sind in jeder Gruppe Schüler fast jeden Jahrgangs vertreten. Die Lehrer haben nur Aufsichtsfunktion, die Schüler bereiten eigenständig das vor, was sie nach dem Festakt präsentieren werden“, erklärt Annika Stegmaier, die im Sekretariat der Schule die Festwoche koordiniert. Wie am Schnürchen klappte die Organisation bisher. So haben sich zehn Schüler gefunden, die jede Klasse einzeln aufgesucht haben, um zur Projektarbeit aufzurufen. Dabei sei überraschend gewesen, wie zahlreich spontane und gute Ideen zutage getreten seien, auch bei „den Kleinen“. Als Lehrerin hat Silke Kaune die Vorbereitungen im Blick, freut sich sehr über die Dynamik, mit der die Schüler zu Werke gehen und vertraut daher darauf, dass etwas Gutes entsteht. „Es muss nicht alles perfekt sein“, sagt sie. Die Vielfalt der Schülerarbeit werde beachtlich sein. So werde es Präsentationen in den Themenbereichen Sport, Kunst, Musik und Naturwissenschaften geben und natürlich werde das Schulgebäude auch aufwendig geschmückt – alles ist erlaubt, Hauptsache es passt zum Motto des Jubiläums „Außen tragisch, innen magisch“. Schulleiter Matthias Brautlecht sagt: „Berührende Momente hat es schon im Vorfeld gegeben. Wir haben die Schüler aus der Zweigstelle für die Festakt-Vorbereitung in die Haupthaus-Aula geholt, und es war etwas ganz Besonderes, die großen und die kleinen Schüler gemeinsam bei der Arbeit zu sehen. Der Zustand des Gebäudes jetzt ist schlimm (außen tragisch). Es ist um so wichtiger, die Gemeinschaft zu stärken.“ Sein strahlendes Gesicht und die der Schüler im Pressegespräch zeigen Bände auf. Vorfreude und Hoffnung auf bessere Zeiten sind deutlich spürbar – als sei wie in der griechischen Mythologie die Büchse der Pandora das zweite Mal geöffnet worden. Die üblen Zustände im abbruchreifen Hauptgebäude gehören gedanklich in die Vergangenheit, so Schulleiter Matthias Brautlecht. Er ergänzt: „Dass mit dem Bau des neuen Schulgebäudes nun bald begonnen wird, ist für uns tragendes Element. Mit der Hoffnung lassen sich die Bauzustände jetzt besser ertragen.“