Auszeichnung für soziale Arbeit

Rita Klaudat wurde vom stellvertretenden Regionspräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen für ihr außerordentliches soziales Engagement. Ulrike Jagau, stellvertretende Langenhagener Bürgermeisterin gratulierte. (Foto: D. Lange)

Rita Klaudat erhielt Bundesverdienstkreuz

Hannover (dl). Für ihre besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl ist Rita Klaudat aus Schulenburg vom stellvertretenden Regionspräsidenten Michael Dette die Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden, auch bekannt als Bundesverdienstkreuz. Mit dieser höchsten Auszeichnung, die die Bundesrepublik zu vergeben hat, wurde sie vom Bundespräsidenten für ihr außerordentliches Engagement im sozialen Bereich geehrt. Seit 26 Jahren wirkt sie als Ehrenamtliche im Partnerbesuchsdienst (PBD) des Kommunalen Seniorenservice der Landeshauptstadt Hannover mit und geht doch weit über das hinaus, was im allgemeinen mit dem Begriff Seniorenbetreuung verbunden wird. Sie besitzt ein besonderes Talent darin, alten und alleinstehenden Menschen, die nicht von Angehörigen oder Bekannten unterstützt werden, durch regelmäßige Besuche aus ihrer Isolation, auch aus ihrer seelischen, zu befreien, soziale Kontakte aufzubauen und ihnen wieder neuen Lebensmut zu geben. Ihre spürbare Energie im Kontakten mit den Menschen überträgt sich dabei auch auf die Menschen, die sie betreut. Bei den Besuchen werden Gespräche geführt, Spaziergänge begleitet und Freizeitaktivitäten unternommen. Darüber hinaus stehen die Besuchspaten bei Bedarf auch telefonisch zur Verfügung. Rita Klaudat hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Senioren im Rahmen des PBD begleitet und sie, zum Teil bis zu deren Tod betreut. Exemplarisch für ihre besondere Zuwendung und ihre Energie ist die Geschichte einer alten Dame mit Parkinson, die sie betreute und die sich, nach dem Tod ihres Mannes und verlassen von allen, bereits selbst aufgegeben hatte. Dank Rita Klaudat konnte die alte Dame das Pflegeheim verlassen, bekam einen Platz in einer Senioren-WG und war fortan auch nicht mehr auf den Rollstuhl angewiesen, in dem sie vorher tagtäglich gesessen hatte. Sie blühte regelrecht auf, begann wieder zu malen und machte sogar noch zwei Reisen in ihre alte Heimat Südfrankreich, die zwar zuvor sorgfältig geplant werden mussten, aber es war möglich. Nachdem sich somit ihre noch verbliebenen Wünsche erfüllt hatten, verstarb sie kurze Zeit später. Nicht allerdings, ohne zuvor noch ein ganz besonderes Testament zu verfassen und den Ablauf ihrer Beerdigung zu planen.