Authentisch und aus erster Hand

Haben schon konkrete Vorstellungen für ihre Zeit nach der Schule: Annaclara Pieper (links) und Lina Brückweh aus dem Jahrgang zwölf. (Foto: O. Krebs)

IGS-Zwölftklässler informieren sich hautnah über Wunschberufe

Langenhagen (ok). Sonderpädagogin, Groß- und Außenhandelskaufmann, Chirurgin – alles Berufe, unter denen sich die meisten etwas vorstellen können. Aber was macht eigentlich ein Diplom-Produktdesigner? Die Berufswahl ist sicher eine der schwierigsten Entscheidungen im Leben, und für die Zwölftklässler rückt an der IGS Langenhagen rückt sie immer näher. Jetzt hatten die Schüler die Gelegenheit, authentisch und aus erster Hand Eindrücke aus dem Berufsalltag vermittelt. Ob Eltern ihrer Mitschüler oder auch frühere IGS-Absolventen: Viele standen Rede und Antwort, Familie Wool aus Godshorn war sogar komplett vertreten. Viele Wege zeigten die Referenten auf; es wurde deutlich, dass eine einmal getroffene Berufswahl keine Sackgasse bedeutet. So hat Florian Bertram beispielsweise zunächst eine Banklehre absolviert, bevor er noch einmal ein Studium als Gr4undschullehrer aufgenommen hat. Und die Theologin Christina Wegehaupt-Janssen ist über einen Quereinstieg Lehrerin geworden. Wer wollte, konnte sich auch über Studienmöglichkeiten und -finanzierung im Allgemeinen informieren oder sich über die Möglichkeit schlaumachen, nach dem Abitur ins Ausland zu gehen. „Dieser Tag ist der Abschluss unser Projektwoche mit einem Trainingsprogramm, in dem es unter anderem um Selbstreflexion, Stärken- und Schwächenanalyse ging“, erläutert Marion Müller-Sack das Konzept. Für viele Schüler war die gewählte Präsentation auch nicht unbedingt der Traumberuf. „Ich habe zwar auch bei Marketing und Vertrieb hineingeschnuppert, möchte aber doch viel lieber Logopädin oder Psychotherapeutin werden“, erzählt Annaclara Pieper. Für Lina Brückweh dagegen ist klar: Der Bereich Marketing und Kommunikation soll es schon sein. „Ich halte unheimlich gern Referate, treten vor meinen Mitmenschen auf“, gibt die Zwölftklässlerin, die sich obendrein noch über Studienmöglichkeiten und -finanzierung sowie internationalen Austausch informiert hat, eine plausible Begründung. Aber was macht denn jetzt eigentlich ein Produktdesigner? Des Rätsels Lösung: Er entwirft zum Beispiel Scheinwerfer in aktuellen Fahrzeugmodellen.