AWO mit SPD unter einem Dach

Für den Laden an der Ostpassage 3 will Sven Seidel noch viel organisieren, damit ein AWO-Treffpunkt entsteht. (Foto: G. Gosewisch)

Verwaltung mietet Laden an der Ostpassage

Langenhagen (gg). „Genau ein Jahr nach dem Brand gibt es nun wieder einen AWO-Raum“, sagt Sven Seidel, Vorsitzender im AWO-Ortsverein. Erleichterung und Freude sind ihm deutlich anzumerken, denn den Unmut der Mitglieder über das Fehlen eines geeigneten Treffpunktes hatte er als Auftrag empfunden, für eine Lösung zu sorgen. Brandstiftung am 30. August 2016 hatte den AWO-Raum an der Sporthalle am Schulzentrum unbenutzbar gemacht. Renoviert wurde nicht, weil die gesamte Sporthalle bald abgerissen werden soll. Für die AWO-Klön-Treffen oder die Versammlung gab es fortan wechselnde Räume, mal im Achat-Hotel, mal in der City Park Residenz, mal im frisch sanierten Haus der Jugend, immer kostenfrei. Doch das gefiel den AWO-Mitgliedern gar nicht, ein eigener Raum sollte her. „Was auch im Rathaus kundgetan wurde“, so die Vermutung von Sven Seidel; er ist auch SPD-Ratsmitglied. Zumindest habe er die glückliche Fügung erst gar nicht glauben können, doch nun ist es Realität: Der AWO-Ortsverein bekommt für die Seniorenarbeit von der Stadtverwaltung ein Ladenlokal an der Ostpassage 3 zur Verfügung gestellt. Der Mietvertrag sei bereits unterschrieben, die Stadtverwaltung zahlt 1.321 Euro Kaltmiete pro Monat. Auf ECHO-Nachfrage bestätigt Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch: „Auf Wunsch der Verwaltung und mit Einverständnis der AWO hat sich die SPD-Fraktion bereiterklärt, ihren dringend von der Verwaltung benötigten Fraktionsraum im Rathaus zu räumen und den Raum in der Ostpassage 3 mit zu nutzen.“ Vor einem Problem steht Sven Seidel nun nur noch in Bezug auf das AWO-Programm, das im neuen Laden geboten werden soll. Wie oft und was angeboten wird, hänge von der Zahl der ehrenamtlichen Helfer ab und die könne er noch nicht abschätzen. Die Mitgliederzahl im AWO-Ortsverein liegt bei 160. Er hofft, das es Engagement gibt und sagt: „Ehrenamtliche sind willkommen, neue Ideen auch.“ Einen Spiele-Nachmittag pro Woche soll es auf jeden Fall geben, so sein Plan. "Genug Platz mit toller Küche“ sei gegeben, Sven Seidel freut sich auf die Renovierung und Ausstattung, für die er derzeit schon kräftig organisiert.