Bäume in höchster Not?

Hilfe für Bewässerung erwünscht

Langenhagen (gg). Als interessierter Beobachter meldete sich Wolfgang Dranga beim ECHO, weil er überall in der Stadt „Straßenbäume in allerhöchster Not“ gefunden habe. Seine Vermutung: „Selbst bei gutem Willen“ werde sich die Stadtverwaltung nur auf wenige städtische Grünstreifen bei der Bewässerung konzentrieren können. Wolfgang Dranga schreibt: „Im Eichenpark (Rieselfelder) sind bereits mehrere gepflanzte Bäume trotz vergleichsweise noch guter Bedingungen verdorrt - alle Wiesen sind bereits gelb. Man kann nur erahnen, welche Folgen eine weiter anhaltende Dürre für das Stadtbild haben kann. Wenn überhaupt noch etwas gerettet werden kann, muss der Bürger sofort aktiv werden - jeder Tag zählt jetzt!“ Seine Idee ist daher, die Bürger um Hilfe zu bitten. Er wünscht sich, dass jeder mithilft und die Straßenbäume in seinem Wohnumfeld kräftig wässert.
Auf ECHO-Nachfrage schließt sich die Stadtverwaltung der Bitte an. Allerdings teilt Sprecherin Sabine Mossig mit: „Die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe sehen die Situation nicht ganz so dramatisch wie Herr Dranga. Die Straßenbäume in Langenhagen sehen ganz gut aus. Es wurden aufgrund der Trockenheit keine abgängigen Bäume festgestellt.“ Allerdings könne es bei so langen Trockenperioden zu Welkeerscheinungen kommen. Vor allem Birken bekommen gelb-braune Blätter (Herbstlaub) und werfen unter Umständen das Laub ab. Dies bedeute jedoch nicht das Absterben der Pflanze.
Die Leiterin der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe, Ursula Schneider, betont: Es ist natürlich wünschenswert, wenn bei länger anhaltenden Trockenperioden die Anwohner in Eigeninitiative die Straßenbäume mit Wasser versorgen. Auch wenn die älteren Bäume längere Trockenperioden überstehen, freuen sich die Pflanzen natürlich über das zusätzliche Wasser. Besonders für junge Bäume, deren Wurzeln noch nicht vollständig ausgeprägt sind, ist das Gießen eine gute Unterstützung.“
Der Beobachtung von Wolfgang Dranga zu bereits vertrockneten Bäumen und Sträuchern widerspricht Sabine Mossig. Zu den Rieselfeldern erklärt sie: „Die Neuanpflanzung wird durch den beauftragten Unternehmer ausgiebig gewässert. Ein Baum ist zwar nicht angegangen; dies hat wohl aber nichts mit der Trockenheit zu tun. Dieser  Baum wird im Herbst ersetzt.“ Nur wenige Bäume und Sträucher werden von Mitarbeitern der Stadtverwaltung gepflanzt, meistens seien Fachfirmen beauftragt und dann gebe es in der Regel Serviceverträge zum Wässern und zur Pflege für drei Jahre, so ihr Hinweis.