„Barfuß kaum passierbar“

Auch im Winter schauen Sebastian Wehmeyer (links) und Björn Jüttner von der DLRG ständig, ob am Waldsee alles in Ordnung ist. (Foto: G. Gosewisch)

Für den Waldsee soll Entscheidung fallen

Krähenwinkel (gg). Der Waldsee ist beliebt, so die Bestätigung seitens des DLRG-Ortsvereins, der von Mitte Mai bis Mitte September die Wache für die Schwimmer leistet. Insbesondere für kleine Kinder und Jugendliche biete das Areal einen behüteten Freibad-Spaß, doch „nach und nach verdrängt der Bewuchs die Menschen“, sagt der Ortsvereinsvorsitzende Björn Jüttner.
Selbst bei frostigen Temperaturen vermittelt der Blick über den See eine pure Idylle. „Kein Wunder“, sagt Sebastian Wehmeyer, technischer Leiter im DLRG-Ortsverein, schließlich sei der Waldsee kein Zufallsprodukt wie bei Baggerseen typisch, sondern wurde im Jahr 1974 als Freizeit-Bad gebaut. Mitte der 80er Jahre wurden die Container aufgestellt, damit die DLRGler etwas Erleichterung für ihren Dienst bekommen. Der Flachwasser-Bereich hat eine Absperrung zum tieferen Wasser. Kinder können sich in den ersten Schwimmversuchen über oder einfach nur ausgelassen Spielen, das wird von den Nutzen sehr geschätzt. Doch quasi täglich gibt es bei der DLRG Nachfragen zum Uferbewuchs. Der wird zwar immer wieder geschnitten, doch Stuken bleiben unter Wasser und engen den betretbaren Bereich immer mehr ein. „Es sind nur wenige Stellen, im hinteren Bereich nur schmale Trittwege, die barfuß passierbar sind“, sagt Sebastian Wehmeyer. „Im Prinzip nehmen wir das so hin, wie es ist. Es soll halt nicht noch schlechter werden“, sagt Björn Jüttner. Dem Grün weiterhin freien Lauf zu lassen sei eine Einbahnstraße und Sinn mache es aus seiner Sicht durchaus, sich nun darüber Gedanken zu machen, was man eigentlich will. In der Pflicht sieht er die politischen Fraktionen im Ortsrat und im Rat. Und Björn Jüttner ergänzt: „Wir sind bei der Grünflächen-Planung keine Experten.“ Seitens der Stadtverwaltung habe es bereits Ortstermine gegeben. Dass ein Gutachten erstellt worden ist, habe als Gerücht die Runde gemacht. Konkrete Kommunikation gebe es nicht, so die Auskunft seitens der DLRG. Welche Maßnahmen überhaupt zu welchen Kosten eine Option seien, wüssten die Rettungsschwimmer schon gerne. Noch biete der Waldsee an einigen Stellen eine Tiefe von 5 Meter. Ein neues Spielgerät ist im März 2017 aufgestellt worden. Die Stadtverwaltung investierte 45.000 Euro. Der Ortsrat möchte 25.000 Euro Planungskosten investieren, damit Maßnahmen gegen die Verlandung des Waldsees folgen können. Die alten DLRG-Container haben augenscheinlich ihre besten Zeiten längst überdauert. Ständig muss nachgeflickt werden, weil Regenwasser eindringt. Sebastian Wehmeyer bestätigt: „Kleine Reparaturen macht die Stadtverwaltung. Innen schauen wir von der DLRG, wie wir zurecht kommen.“