Baumschutzsatzung auf dem Weg

Langenhagen (gg). Wie angekündigt hat die Verwaltung einen Entwurf zur vom Rat angeforderten Baumschutzsatzung erarbeitet, und dieser ist bereits an Fachgremien verschickt worden. Sie können nun Änderungen und Hinweise vermerken. Die öffentliche Diskussion zieht derweil Kreise, so die Rückmeldung von Lesern an die ECHO-Redaktion. Insbesondere die erst vor wenigen Tagen durchgeführte Baumfällung auf dem Marktplatz sorgt für Verärgerung und Unverständnis: „Wie passt das zusammen?“ „Beide Maßnahmen sind unabhängig voneinander zu betrachten“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Köhler und weiter, „Die Beschlüsse (zum Marktplatz und zur Baumschutzsatzung) stehen in keinerlei Widerspruch zueinander, selbst wenn die Umgestaltung des Marktplatzes auch acht Baumfällungen nach sich gezogen hat und zwei davon unter die Baumschutzsatzung (Entwurf) gefallen wären. Die Bäume standen im Bereich von Zuwegungen, einige wiesen einen schlechten Wuchs im Kronenbereich auf, der darauf zurück zu führen ist, dass ursprünglich zu kleine Pflanzlöcher angelegt wurden und die Baumwurzeln sich nicht richtig entwickeln konnten. Zur Zeit liegt nur ein von der Verwaltung erarbeiteter Entwurf einer Baumschutzsatzung vor, der weder beschlossen ist, noch im politischen Raum überhaupt diskutiert wurde. Aber auch nach dem Beschluss einer entsprechenden Satzung werden Baumaßnahmen wie die Umgestaltung des Marktplatzes weiterhin durchgeführt. Dies gilt selbstverständlich auch für den privaten Bereich. Baurecht hat grundsätzlich Vorrang vor dem Erhalt von Bäumen, die ausschließlich durch eine kommunale Baumschutzsatzung geschützt werden.“ Eine Erklärung die auch der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dirk Musfeldt teilt: „Baurecht soll mit der Baumschutzsatzung vor Baumschutz gehen.“ Mirko Heuer, CDU-Fraktionsvorsitzender, wünscht sich eine frühzeitige politische Diskussion, möglichst schon zum Entwurf: „Nur wenn der Entwurf noch nicht zu weit ausgearbeitet ist, gibt es Spielraum für Änderungen.“