Begeisterndes Konzert im DGH

Sie lieferten beeindruckende Blasmusik: Harald Sandmann und das Blasorchester der Stadt Langenhagen. (Foto: K. Raap)

Harald Sandmann und das Blasorchester präsentierten tolles Programm

Krähenwinkel (kr). Bestens vorbereitet, gut gelaunt und voller Spielfreude: So präsentierte sich das Blasorchester der Stadt Langenhagen unter der Leitung von Harald Sandmann beim traditionellen Serenadenkonzert im Dorfgemeinschaftshaus Krähenwinkel. Und wie schon bei vielen Veranstaltungen zuvor demonstrierte Klarinettistin Melanie Vockeroth ihre besonderen Qualitäten als Moderatorin. Leicht und locker verwandelte sie das Programm in eine spannende Reise quer durch Europa bis nach Amerika. Zum Auftakt erklang der technisch anspruchsvolle im Jahr 1908 uraufgeführte „Florentiner Marsch“, eine der schönsten Kompositionen des Tschechen Julius Fucik. Nach der „Traumhochzeit in Venedig“ ging es mit dem „Kaiserwalzer“ nach Berlin, denn für die Eröffnung des Konzertsaals „Königsbau“ hatte Johann Strauss dieses Stück noch unter dem Titel „Hand in Hand“ komponiert. In der Walzer-Hochburg Wien machte das Stück natürlich besonders schnell Furore. International vermarket wurde das Werk „Modranska Polka“ des Tschechen Jaromir Vejvod; in Deutschland unter dem Namen „Rosamunde“ im englischsprachigen Raum als „Beer Barrel Polka“. Ein absoluter Stimmungsmacher auch in Krähenwinkel .Die Melodien aus dem Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein gaben allen Instrumentalgruppen reichlich Möglichkeiten, sich zu bewähren. Und sie taten das mit Bravour. Mit „Abschied der Slawin“ präsentierte Harald Sandmann den neben der Nationalhymne bekanntesten Marsch Russlands. Längst ein Ohrwurm, nicht zuletzt durch André Rieu, ist der wunderschöne „Walzer Nr. 2“. Kaum bekannt ist, dass er von Dimitri Schostakowitsch stammt. Eine mitreißende Interpretation lieferten die Musiker auch mit dem weltberühmten amerikanischen Marsch „Stars and Stripes Forever“ von John Philip Sousa. Viel zu tun hatten hier Katrin Völz und Sebastian Fessel an der Piccolo-Flöte. US-Präsident Ronald Reagan hatte dieses Stück 1987 zum Nationalmarsch erklärt. Der Komponist hat übrigens das nach ihm benannte Sousaphon erfunden, eine zum Marschieren besonders geeignete Sonderform der Tuba mit dem Schalltrichter nach vorne. Nicht fehlen durfte das Medley „The Best of Beatles“ mit deren grandiosen Hits. Riesenbeifall für das an Höhepunkten reiche zweistündige Programm.
Sehr gut angenommen wurde wie immer das gastronomische Angebot von DGH-Chef Horst Waldfried und seinem Team. Renner wie jedes Jahr die leckeren Matjes-Brötchen und die gegrillten Würstchen. Und einen sozialen Nebeneffekt gab es auch diesmal: Der Reinerlös der Veranstaltung und die Spenden der Besucher kommen dem Nachwuchs der Feuerwehr, der DLRG und des DRK zu Gute.