Begeisterte Youngtimer trafen polierte Oldtimer

Mit dem adretten Outfit der Helferinnen bekam die oldtimer-Ausstellung auf dem famila-Parkplatz ein besonderes Flair; Christian Kuhr (hinten von links) und Stefach Hecht reihten sich gerne ein. (Foto: G. Gosewisch)

Gelungene Ausstellung der Motormobile auf dem famila-Parkplatz

Langenhagen (gg). Ob Custom-Car, Oldtimer, Ami-Schlitten, Bike, Trecker oder LKW – wer ein Faible für motorbetriebene Fahrzeuge hat, ist beim Verein Motormobile willkommen. Die Mitglieder kommen regelmäßig zusammen, führen Oldtimer-Rallys oder Orientierungsfahrten durch. Willkommene Gelegenheit für Fachsimpelei sind auch vielfältige Oldtimer-Ausstellungen in der Umgebung. „Da ist es selbstverständlich, dass wir auch selber eine Ausstellung anbieten“, erklärt Christian Kuhr, zweiter Vorsitzender bei Motormobile. Unter dem Motto „Youngtimer treffen Oldtimer“ gab es am vergangenen Sonntag eine große Motorschau auf dem famila-Parkplatz an der Hans-Böckler-Straße. Es ist die siebte dieser Art in Langenhagen und damit recht gut etabliert. Mit 50 ausgestellten Fahrzeugen und rund 250 Besuchern waren die Organisatoren rund um Vereinsvorstand André Weidlich sehr zufrieden. Wer abgasgetränkte Luft und Öl-Kleckse erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Familienfreundlich, sonnig, sauber und persönlich war das Flair. „Hier kommt man ganz schnell in das Gespräch. Jeder spricht jeden einfach an, ganz unkompliziert“, erklärt Christian Kuhr. Gemeinsam mit Stefan Hecht aus dem Vorstand, der zudem Fahrzeuge seiner Firma Boxenstop (Walsroder Straße) vor Ort hatte, sorgte ein großes Helferteam für eine gelungene Veranstaltung. Rund 20 Vereinsmitglieder gaben Einweisung für die Aussteller, lieferten Verpflegung und führten die Prämierung des markantesten Modells durch. Die hübschen adretten 50er-Jahre Kleider der Damen fielen besonders in das Auge. Sie passten fabelhaft zum polierten Chrom der Oldtimer und gaben der Ausstellung einen schwungvollen Charme. Ob beim Wortspiel im Motto „Youngtimer treffen Oldtimer“ nun junge Autos oder junggebliebene Motor-Enthusiasten gemeint waren, blieb Ansichtssache. Die Besucher hatten eine Menge Spaß, fühlten sich beim Anblick und beim Probesitzen eines Fahrzeugs aus dem Modelljahr 1986 und älter, so die Beschränkung für die ausgestellten Fahrzeuge, in ihre Jugendzeit zurückversetzt. Tolle Raritäten waren auch zu entdecken. Gefragtestes Modell war ein „Sterling Nova“, Baujahr 1974. Unermüdlich beantworteten die Besitzer Ralf und Carmen Rickert die Fragen der Passanten: „Ein Käfer-Fahrwerk, ein 75-PS-Motor...“. Immer wieder wurden das Bermuda-Hubdach rauf und runter gesetzt – ein absoluter Hingucker. Das Paar hat noch viel vor, ein zweiter „Sterling Nova“ steht schon zu Hause in Neuwarmbüchen und wartet darauf, hergerichtet zu werden. Arbeitsteilung ist angesagt. Ralf Rickert kümmert sich am liebsten um die Elektronik, Carmen Rickert freut sich schon auf die Gestaltung der Innenausstattung. Sitze und Verkleidung sollen richtig schick werden. Dass ihre Kinder Romeo (vier Jahre) und Thor (zwei Jahre) ständig darum herum toben, macht das Hobby zur Familiensache. „Die Kinder sind immer dabei“, sagen sie.