Beginn nach dem nächsten Winter im Fokus

Architekt Martin Reimer (rechts) ging detailliert auf den Badneubau ein.Foto: O. Krebs

Frühjahr und Herbst dominieren bei Farbgebung für den Badneubau

Langenhagen (ok). Eine ellenlange Sitzung, viele Infos, aber nur ein konkreter Beschluss, was das Grundsätzliche in Sachen Farben und Formen des Badneubaus an der Theodor-Heuß-Straße angeht. Dieser Beschluss ist nach Auskunft von Carsten Hettwer, Stadtbaurat und Leiter des Eigenbetriebes Bad, entscheidend fürs Vorankommen. Am Montag, 19. Mai, sollen der Beschluss noch im Verwaltungsausschuss abgesegnet werden, damit nach dem nächsten Winter mit dem Bau begonnen werden kann. Vor dem darauffolgenden Winter soll das Haus dann dicht sein. Und: Noch ein Jahr später soll das Bad dann fertig sein. Was das Energiekonzept angeht: Das gilt nach ausführlicher Diskussion als behandelt, eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Die Verwaltung bevorzugt die Variante 2 c mit einem Erdgas-Blockheizkraftwerk, Nahwärmeversorgung und Eingestromnutzung. Das Thema Geothermie klingt für Stadtbaurat Hettwer zwar interessant, fällt nach seiner Ansicht bei der Bewertung aber durchs Raster. Grund: zu unwirtschaftlich.Und was das Farb- und Materialkonzept angeht: Vielleicht sind die beiden Architekten Martin Reimer und Christian Voermann vom Stuttgarter Planungsbüro 4 a ja Liebhaber klassischer Musik im Allgemeinen und des Komponisten Antonio Vivaldi im Besonderen. Ihr Konzept lehnt sich nämlich – vor allen Dingen, was die Farbgebung angeht – zumindest an zwei der vier Jahreszeiten an, besonders frische und freundliche Frühlingsfarben sollen im Einklang mit warmen und ruhigen Herbstfarben zur Geltung kommen. Die Wände dagegen sind grau und weiß und somit eher neutral gehalten; der Boden in Sandfarben und grün, um Natürlichkeit und Erdhaftigkeit darzustellen. Für den Kaltwasserbereich wurde die Farbe blau gewählt, die das Kühlende symbolisieren soll. Und beim Treppenaufgang zum Rutschenturm ist aus Sicht der Architekten rot als Alarmfarbe angesagt. Eine detaillierte Debatte über Farben und Fliesen zum „Bad im Park“ lehnt Stadtbaurat Carsten Hettwer, bei Geschmack sei eine demokratische Entscheidung nicht zu erwarten.
Reibungslos verlief die Diskussion allerdings nicht; viele Detailnachfragen in Sachen Energie und Co2-Ausstoß wurden gestellt. Und jetzt meldet sich auch noch die Hallenfreibad GmbH Godshorn (HFB) zu Wort, fühlt sich bei den Planungen zu wenig berücksichtigt und bei der Ausschreibung trotz jahrelanger Erfahrung benachteiligt und im Endeffekt chancenlos. Rückblick: Die HFB hatte sich auch als Betreiber beworben, den Zuschlag hatte aber das Unternehmen GMF aus der Nähe von München bekommen, das unter anderem die Bäder in Wolfsburg und Soltau betreibt.

. Krebs