"Bei uns gehört Trommeln zum Handwerk"

Die Gewinner des Gruppenpreises: die Schüler der siebten Klasse. (Foto: D. Lange)

Trommelwettbewerb der Pestalozzi-Schüler im CineMotion

Langenhagen (dl). Ein Kino dürfte ein eher ungewöhnlicher Veranstaltungsort für einen Trommelwettbewerb sein. Für einmal kam die Musik also nicht von der Leinwand, sondern spielte sich auf der Bühne davor ab. Djembè, Cajòn & Co hatten dabei auch ohne Verstärkung keine Mühe, mit ihrem Sound den ganzen Saal zu füllen. Bei der vierten. Auflage des Wettbewerbs spielten die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Schule sowie der Grundschule Alter Markt aus Hildesheim nicht nur um die beiden Hauptpreise, sondern auch, um sich und ihr Können vor Publikum zu zeigen, was ihnen mindestens ebenso wichtig war. Trommeln ist in der Pestalozzi-Schule seit 9 Jahren ein fester Bestandteil des Unterrichts und gehört für die Schüler gewissermaßen „zum Handwerk“. Warum Trommeln? „In erster Linie macht es Spaß“, sagt Andrea Engelhardt, Schulleiterin der Pestalozzi-Schule. „Aber um miteinander Musik zu machen, bedarf es neben Taktgefühl auch Disziplin, Konzentration und Teamfähigkeit. Darüber hinaus fördert die Musik die soziale Kompetenz und schafft Selbstvertrauen durch Erfolgserlebnisse“ .Es kommt also, wie so oft, darauf an, sich zu vertrauen und auf einander zu hören. Wie um das zu beweisen, nannten die jungen Trommler der siebten Klasse ihre Komposition „Blind“ und spielten ihr Stück demzufolge mit verbundenen Augen. Mit Erfolg, wie sich zeigen sollte, denn damit sicherten sie sich auch den ersten Preis als Gruppe. Sie bekommen damit die Möglichkeit. ihr Stück demnächst in einem Studio aufnehmen zu können. Als Solist holte sich Kenan Vokshi aus der vierten Klasse den ersten Preis. Er überzeugte die Jury mit seinen vielfältigen Rhythmus- und Tempowechseln. Sein Preis dafür ist eine Cajòn, ein Perkussionsinstrument, auf dem der Solist auch gleichzeitig sitzen kann. Unterstützt werden die Trommelgruppen der Pestalozzi-Schule sowohl von der Bürgerstiftung Hannover als auch vom Präventionsrat Langenhagen.