Bekenntnis zu Bijeljina bleibt am Gymnasium

Bei der Spendenübergabe im Gymnasium waren Lorin Yousef (von links), Christiane Bühne, Gabriele Jahnke, Zeljko Dragic, Michaela Ramünke, Julius Richter, Isabel Anitz, Theo Pfeil, Maxim Pfaffenrot und Marie-Sofie Kalis dabei. (Foto: G. Gosewisch)

Symbolische Scheckübergabe nach Spendenaktion

Langenhagen (gg). Eine große Hilfsaktion am Gymnasium vor Weihnachten wurde nun offiziell abgeschlossen: Schüler hatten für den Verein „Hilfe für das junge Leben“ gespendet, der in Langenhagens bosnischer Partnergemeinde Bijeljina Weihnachtspakete an bedürftige Kinder verteilt hat. Eltern und Schüler aus allen Jahrgängen des Gymnasiums waren dabei einem Spendenaufruf der Schulleitung gefolgt, die eine 22-jährige Praxis fortgeführt hatte. Dankend nahm der Vorsitzende des Vereins Zeljko Dragic den symbolischen Spendenscheck in Höhe von 860 Euro von den Vertretern der Klasse 7e, Isabel Anitz und Theo Pfeil, nachträglich entgegen. Diese Klasse hatte den größten Beitrag geleistet. Der Schülerrat mit Lorin Yousef, Marie-Sofie Kalis, Maxim Pfaffenrot und Julius Richter, sowie die stellvertretende Schulleiterin Gabriele Jahnke kamen gerne dazu, um ihre Unterstützung aufzuzeigen. Gemeinsam mit Michaela Ramünke, Kassenwartin des Vereins, berichtete Zeljko Dragic von den leuchtenden Kinderaugen bei der Übergabe der einhundert Pakete. Über rund 1.500 Euro konnte der Verein verfügen, weil einige Langenhagener die Spende des Gymnasiums noch aufgestockt haben.
Bekannt ist der Verein „Hilfe für das junge Leben“ für die Organisation des jährlichen Schüleraustauschs. Wie sich das Land nach dem Bürgerkrieg auf dem Balkan bis heute gewandelt hat, können die jüngeren Schüler nur ahnen. Lehrerin Christiane Bühne hat den Schüleraustausch über mehrere Jahre begleitet und empfiehlt das Reiseziel: „Die kulturellen Gegebenheiten dort kennenzulernen, ist etwas Besonderes – eine Horizonterweiterung.“ Im Gymnasium bleibe ein Bekenntnis zur Verbundenheit mit den Menschen in Bijeljina, auch wenn das Kennenlernen derzeit für hiesige Schüler stocke. Christiane Bühne merkt das mit Bedauern an. Für Schüler sei es sehr schwierig, das Reiseangebot nach Bosnien überhaupt anzunehmen, denn mit der Reisezeit abseits der Schulferien gebe es natürlich Probleme. „Bijeljina kann als Reiseziel natürlich auch nicht mit attraktiven europäischen Großstädten mithalten“, ergänzt Christane Bühne. Vielfältig seien die Reiseoptionen im Schüleraustausch am Gymnasium ohnehin. Ziel sei es, in der Vermittlung für die Schüler zukünftig mehr zu strukturieren. Zeljko Dragic will weiterhin Brücken bauen, brachte eine Dankesurkunde der Stadtverwaltung Bijeljina mit. Er verspricht: „Das friedliche Miteinander der unterschiedlichen religiösen Gruppen in Bijeljina funktioniert. Die Herzlichkeit der Menschen dort begeistert.“