Belastungen nicht akzeptabel

Gymnasium meldet Raumbedarf und fordert Neubau

Langenhagen (gg). Erhebliche Raumnot gibt es am Gymnasium. Dies erläuterte die Schulleiterin Irene Kretschmer in ihrem Bericht in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses. So sei mit der von der Landesregierung beschlossenen Rückkehr zum sogenannten G9, dem Abitur im Jahrgang 13 (statt Turbo-Abi im Jahrgang 12), wieder ein Jahrgang mehr an der Schule unterzubringen. Die Jahrgänge laufen fünf- bis sechszügig statt vierzügig, wie vor zehn Jahren. Zudem habe sich das Oberstufensystem geändert, sodass sich „abweichende Kursstärken“ bilden. „Das neue G9 stellt für das Gymnasium insofern keine schlichte Rückkehr zu den alten Bedingungen dar“, erklärte die Schulleiterin. Vorgaben in der Reduzierung der Klassenstärke und die Eingliederung von Kindern mit Förderschwerpunkt seien zu berücksichtigen und so leitete sich spätestens für das Schuljahr 2019/20 ein Zusatzbedarf von fünf bis sieben allgemeinen Unterrichtsräumen plus Fachraumbedarf für die Naturwissenschaften ab.
Dringenden Handlungsbedarf formulierte Irene Kretschmer in Bezug auf die Außenstelle des Gymnasiums an der Hindenburgstraße. „Dort stehen Hortcontainer auf unseren Laufbahnen, die Sporthallenkapazitäten reichen nicht. Unterrichtet wird in elf Klassenräumen, davon sind zwei Noträume“, führt sie aus und beschreibt ein Verdrängungsphänomen, denn die im selben Gebäude untergebrachte Grundschule brauche mit steigenden Schülerzahlen immer mehr Platz. Die Außenstellen erfordern ein ständiges Pendeln der Lehrerinnen und Lehrer – dies sei eine erhebliche Arbeitsbelastung und bedeute, dass die Betreuung und die Gespräche mit den Schülern zu kurz kommen. Eine Abschaffung der Zweigstelle sei dringend nötig, ein Neubau von Klassenräumen am Hauptgebäude ebenso.
Dass die nun jahrelang andauernden Raum-Provisorien unhaltbar sind, formulierte für die CDU-Fraktion Gesine Saft: „Die Forderungen des Gymnasiums sind stimmig. Die Ära der Zweigstelle sollte zu Ende gehen.“ Sozialdenzernentin Monika Gotzes-Karrasch bremste, betonte erneut, dass genaue Schülerzahlen nicht vorab zu berechnen seien, und kündigte Gespräche zwischen Verwaltung und Schulleitungen an: „Die Auflösung der Zweigstelle ist eine Grundsatzfrage, die einer Gesamtbetrachtung (aller Schulen) bedarf.“