Beobachtungen der tierischen Art

Die Abendsegler im Fledermaus-Quartier rücken eng zusammen. (Foto: R. Stankewitz)

NABU und NVL riefen zur Nistkastenreinigung auf

Langenhagen. Die Naturkundliche Vereinigung (NVL) und der Naturschutzbund (NABU) führten im Stadtpark und im Stadtwald eine Nistkastenreinigung durch. In den letzten Jahren hatten die Naturschutzvereine dort verschiedene Nisthilfen für Fledermäuse und die heimische Vogelwelt angebracht. Nach der Brutsaison wird im Herbst das alte Nistmaterial mit Spachtel und Drahtbürste aus den Vogelkästen entfernt, damit sich Milben und Flöhe darin nicht vermehren und die Brut im nächsten Jahr stören können.
In zwei Teams machten sich die freiwilligen Helfer mit Leitern auf den Weg, um jede einzelne Hausnummer anzusteuern. Zur leichteren Kartierung hat jede Nisthilfe in dem Langenhagener Park eine eigene Nummer. „So behalten wir die Übersicht, welche Kästen genutzt wurden und welche Kästen ersetzt werden müssen“, erklärt NABU-Sprecherin Katja Woidtke. Und Ricky Stankewitz, Vorsitzender des NABU Langenhagen, ergänzt: „ In diesem Jahr wurden fast alle Kästen durch Tiere genutzt. Hauptsächlich von Blau- und Kohlmeisen, aber auch von Baumläufer, Kleiber und Schnäpper.“ In knapp vier Stunden hatten die Helfer 90 Nistkästen kontrolliert und dabei tierische Beobachtungen gemacht. Im Stadtwald werden die angebotenen Quartierkästen für Fledermäuse gut angenommen. „Während der Reinigungsaktion konnten wir eine Gruppe Wasserfledermäuse mit zehn Tieren und zwei Gruppen Abendsegler mit vier beziehungsweise 20 Tieren nachweisen“, berichtet der Fledermausexperte Ricky Stankewitz. Er bedankt sich herzlich bei den Helfern, die sich nach getaner Arbeit mit Kaffee und Apfelkuchen stärkten.