Berührende Momente im Konzert

Anastassja (links) und Anya Alekseichyk überzeugten das Publikum bei ihrem Konzert in der St. Paulus Kirche.

Musikerfamilie Alekseichyk überzeugte

Langenhagen. Unter der Regie der Musikerfamilie Alekseichyk stand das jüngste Konzert in der St. Paulus Kirche mit ausgewählter klassischer Musik. Die Moderation lag bei Pawel Alekseichyk, Klavierbaumeister. Seine Töchter Anya und Anastassja wurden vom Publikum mit herzlichem Applaus gegrüßt. Noch gut in Erinnerung ist ihr Auftritt im Café – Restaurant Emma an der Karl-Kellner-Straße im vergangenen Sommer. Anastassja, hier am Klavier, tritt häufig als Solistin auf und ist auch als Liedbegleiterin am Flügel sehr gefragt. Anya spielt Violine, hat vor zwei Jahren aufgrund ihrer besonderen Begabung einen der sehr begehrten Studienplätze in Moskau erhalten. Beide haben schon als junge Mädchen diverse Preise bei wichtigen Musik-Wettbewerben auch in Deutschland gewonnen. In der Pauluskirche faszinierten sie das Konzertpublikum nicht nur mit ihrem außergewöhnlichen Können, sondern auch mit ihrem natürlichen Charme. Das abwechlungsreiche Programm begann mit einer Sonate für Violine und Klavier von Johannes Brahms. Sofort sprang der berühmte Funke auf das Publikum über. Offensichtlich berührt verfolgten die Zuhörer diesen Vortrag. Nach einem Ausflug in die sogenannte leichte Muse, einem Potpourri aus Operetten von Kálmán und Lehar stellte sich die Pianistin als Solistin mit zehn der sehr anspruchsvollen „Preludes“ für Klavier von Chopin vor. Sie spielte technisch brilliant und doch mit scheinbarer Leichtigkeit und zugleich leidenschaftlicher Hingabe. Es folgte Musik aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“ mit erfrischender Leichtigkeit vorgetragen. Einen ganz anderen musikalischen Charakter hatte das ruhige Stück von Johannes Brahms mit dem Titel „Kontemplation“. Hier zeigten die Schwestern wiederum, wie großartig sie das Spiel als Ensemble beherrschen und bekamen begeisterten Applaus. Dieser steigerte sich erneut nach der Konzert - Rhapsodie "Zigeunerin" von Maurice Ravel. Im Kirchenraum herrschte fast atemlose Stille. Es war mehr als erstaunlich, mit wieviel Temperament die junge Frau diese Kompostion mit ihrer Violine interpretierte. Ihre Schwester am Klavier stand ihr allerdings nichts nach. 
Die Zugabe war zweifellos auch außergewöhnlich: Anya spielte auf der Violine und sang mit ihrer weichen und doch vollen Stimme ein wunderschönes Volkslied aus ihrer Heimat Weißrussland, das einige Zuhörer sogar zu Tränen rührte. Ganz passend zum Schluss des Konzertes stimmten dann beide Musikerinnen und ihre Gastgeberin das Lied „Guten Abend, gut Nacht“ von Johannes Brahms an und ermunterten das Publikum zum Mitsingen. Dieses Angebot wurde gern angenommen.
Nach diesem großartigen Konzert wurde langanhaltend applaudiert und zur Freude der Künstlerinnen ausgesprochen großzügig gespendet. Der Eintritt war kostenlos.