Berufsfelder kennenlernen

Ausprobieren zeigt beim RKS-Projekt Perspektiven für die Berufswahl auf.

RKS erweitert Berufsvorbereitung

Langenhagen. Die Berufsvorbereitung gehört für RKS-Schüler in den Stundenplan: Regelmäßige Besuche der Berufsberatung, des Arbeitsamtes oder die Teilnahme an Projekten wie „Follow me“ in Zusammenarbeit mit dem Langenhagener Flughafen. Zwei zweiwöchige Berufspraktika gibt es in Klasse neun. Ab diesem Schuljahr bietet die RKS Schülern des achten Jahrgangs die Möglichkeit, sich bei einem zweiwöchigen Projekt in fünf verschiedenen Berufsbereichen praktisch auszuprobieren. Unterstützung leistet die gemeinnützige Pro Beruf GmbH, ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im Diakonischen Werk, gefördert vom Jobcenter.
Zu Beginn des Projektes durchläuft jeder Schüler eine zweitägige Pozentialanalyse, mit dem Ziel vorhandene Kompetenzen und Fähigkeiten auszuprobieren und aufzudecken. Dabei sind die Aufgaben so gewählt, dass sie die gleichen Fähigkeiten fordern, wie sie auch in verschiedenen Berufen benötigt werden. Es geht also darum, festzustellen, was der Schüler besonders gut kann, wo seine Stärken liegen und in welchen Bereichen er noch gefördert werden muss.
Es geht um Fragen wie: Wie gut versteht der Schüler die Arbeitsanweisungen? Wie schnell und wie präzise kann er arbeiten? Wie gut kann er mit anderen zusammenarbeiten?
Nach dieser Analyse absolviert jeder Schüler fünf unterschiedliche Stationen, an denen er einen Einblick in die Berufsfelder Hotel/Gaststätten, Holz, Gesundheit und Soziales, Farbe, Wirtschaft und Verwaltung erhält. Jeder Schüler hat so die Möglichkeit, anhand von charakteristischen Tätigkeiten des jeweiligen Berufsfeldes Informationen über diesen zu bekommen und sich in diesem praktisch auszuprobieren. So wird beispielsweise im Bereich Hotel das Mittagessen für die Mitschüler selbst geplant, im gegenüberliegenden Großmarkt eingekauft und zubereitet. Im Bereich Farben werden Wände selbst tapeziert und künstlerisch gestaltet.
Während der 14 Tagen wird jeder Schüler bei seinen Handlungen beobachtet und ein Protokoll erstellt, welches später schriftlich analysiert wird. In einem persönlichen Abschlussgespräch mit einer Mitarbeiterin von Pro Beruf, den jeweiligen Eltern und Lehrern wird dem Schüler die persönliche Analyse seiner vorhandenen und noch förderbedürftigen Kompetenzbereiche später in der Schule überreicht. RKS-Lehrerin Jessica Janus erklärt: "Durch die Feststellung seiner Stärken und Schwächen bekommt der Schüler anhand dieses Projektes eine gute Hilfestellung bei der späteren Berufswahl nach Klasse zehn und natürlich auch bei der Auswahl der beiden Praktikumsplätze für Jahrgang neun, in denen sich der Schüler dann gezielt zwei Berufe näher anschauen kann."