Besondere Freundschaften im Zeltlager

Spaß in der Gemeinschaft am Lensterstrand.
 
Jeder darf sich mal hängen lassen.

SCL-Jugend: Nachrichten vom Lensterstrand

Langenhagen (gg). Wenn rund einhundert Kinder und Jugendliche im SCL-Jugendcamp am Lensterstrand Urlaub machen, weckt das bei vielen Langenhagenern Erinnerungen, denn das Zeltlager hat jahrzehntelange Tradition. Viele können sich noch gut an ihre eigene Teilnahme vor mehr oder weniger Jahren erinnern. Grund genug für das ECHO, wie in jedem Jahr, einige aktuelle Reiseberichte von Camp-Leiter Olli Wild (mit 21 Betreuern in seinem Team) zusammenzufassen. Das wird von den Teilnehmern genau gelesen, und gemeldet wird vom Lensterstrand ein Hinweis, denn der Titel im ECHO-Bericht in der Ausgabe vom 9. August „Bombenwetter und Überflutung“ sei nicht wörtlich zu nehmen. Nach Starkregen habe es viele Pfützen gegeben, aber keine Überflutung. Dem schließt sich die Redaktion an. Auch ein Bombenwetter gibt es im ernsten Sinn nicht und daher wird spätestens im Textverlauf deutlich, dass es sich um Lektüre mit unterhaltsamer Wortwahl handelt.
Nach mehr als zwei Wochen Aufenthalt im Lager ist Routine eingekehrt. Eine „schöne, entspannte Stimmung“ meldet das Team vom Lensterstrand, „die wenigen Heimwehanfälle sind lange überwunden, neue Freundschaften wurden geschlossen, neue Erfahrungen wurden gemacht, und das Wichtigste: Es wurde sehr viel gelacht!“
Für täglichen abendlichen Spaß sorgte im Gemeinschaftszelt das Fortsetzungsspiel „Schlag den Betreuer“, in Anlehnung an die bekannte TV-Show „Schlag den Raab“. Quizfragen wechseln sich mit kreativen Spielen wie Flaschenseilziehen und vielem mehr ab, sodass bis zur letzten Minute Punkte gesammelt werden können und nicht klar ist, wer das Spiel noch für sich entscheiden kann. Im Wettkampf steigt die Nervosität oft so sehr an, dass bei knappen Niederlagen auch einmal Tränen fließen können. Im Team wird schnell getröstet, das gehört dazu und am nächsten Tag ist es gar nicht mehr schlimm.
Spiele standen auch beim Bergfest im Programm. Die Kinder wurden in Vierer-Teams eingeteilt und zogen von Spielstation zu Spielstation bei welchen sie gegen andere Teams antraten. Bei Aktionen wie Nutella-Glas schieben, Rasen-Ski-Parcours oder ähnlichen Spielen spornten sich die Teammitglieder gegenseitig heftig an. „Schön war es mit anzusehen, wie auch Leute, die sonst noch nichts miteinander zu tun haben, hier miteinander agierten“, schreibt der Campleiter und weiter, "da war es auch egal, dass bei Spielen wie Keks-Transport von der Stirn zum Mund alberne Grimassen entstanden. Hier machten sich alle mal ein bisschen lächerlich.“
Der Sporttag stand unter dem Motto "Sportlich um die Welt". In gemischte Gruppen eingeteilt absolvierten die 104 Kinder die verschiedensten Nationalsportarten - teilweise natürlich abgewandelt. Angefangen von American Football über Hockey, Basketball und Fußball bis hin zu Skilanglauf war alles vertreten.
Neben solchen Aktivitäten und Erlebnissen ist das tägliche Lagerleben nach wie vor ein Abenteuer für die fröhliche Truppe. Egal ob das Zusammenleben und Aufräumen im Zelt, die leuchtenden Augen, wenn Pakete von zu Haus ankommen oder einfach nur das Rumhängen vor dem Zelt mit Freunden - „alle haben sichtlich Spaß“, beruhigt Olli Wild die Eltern daheim, „die Ladys lassen mittlerweile morgens auch die Schminke weitestgehend weg, Ältere spielen mit Jüngeren und die ersten Zeltlager-Liebschaften haben sich gefunden.“