Besserer Radverkehr ausgebremst

Verkehrsausschuss verschiebt Entscheidung

Langenhagen (gg). Zu zwei Plänen sollte der Verkehrsausschuss in der jüngsten Sitzung am 13. September entscheiden, beide wurden mit der Begründung vertagt, dass zuvor noch Ortstermine nötig sind. Es geht um die Rad- und Gehwege, die den Stadtteil Brink mit Godshorn verbinden und aus dem Ortsrat Godshorn bereits empfohlen worden sind, sowie der Weisung des Verkehrsentwicklungsplans entsprechen. Die Verwaltung hat Pläne und Beschreibungen zur Ausführung vorgelegt. Zum einen soll durch den Ausbau eines Teilstücks Rad- und Gehweg auf der Südseite der Brinker Straße zwischen der Vinnhorster Straße und der Lessingstraße die vorhandene Rad- und Gehweglücke geschlossen werden, denn auf der Südseite der Brinker Straße endet der Radweg etwa 70 Meter vor der Vinnhorster Straße. Die Radfahrer müssen an dieser Stelle die Brinker Straße überqueren, um auf der Nordseite der Brinker Straße ihre Fahrt fortzusetzen. Somit entsteht eine ungesicherte Überquerung an dieser Stelle. Dazu hat die Verwaltung die Lage geprüft und einen Rad- und Gehweg geplant. Er erhält eine Länge von ca. 70 Meter, eine Breite von 2,50 Meter und einen Schutzstreifen von 50 Zentimeter. Für den Ausbau dieses Rad- und Gehweges ist noch ca. 40 Quadratmeter Fläche zu erwerben. Die Baukosten, die der Stadt entstehen, betragen ca. 40.000 Euro zuzüglich Grunderwerb. Der zweite Plan sieht den Ausbau des Rad- und Gehwegs an der Nordseite der Brinker Straße, zwischen der Vinnhorster Straße und der Hans-Böckler-Straße vor. An der Bahnüberführung ist der kombinierte Rad- und Gehweg so schmal, dass die Mitbenutzung des Gehwegs durch den Radfahrer nicht möglich ist. Die Benutzung der Fahrbahn für die Radfahrer ist aufgrund der Sichtverhaltnisse und hohen LKW-Aufkommen gefährlich.
Auch hierzu hat die Verwaltung den Ausbau geplant, der ist aber umfangreich. Der Radweg erhält eine Breite von drei Metern und einen Sicherheitstrennstreifen mit einer Breite von 50 Zentimeter. Zwei Grünflachen werden zurückgebaut und gepflastert, zwei Baume werden gefällt.
Der Gehweg wird im Bereich der Straße „Vor den Kampen“ bis zur Straße „Buchengarten“ an die Nordseite geschwenkt und in einer Breite von drei Meter ausgebaut.
Im Bereich der Unterführung wird die Fahrbahn der Brinker Straße auf 4,25 Meter eingeengt, somit erhält der Rad- und Gehweg eine Breite von 3,50 Meter. In diesem Bereich kann die Fahrbahn nicht mehr gleichzeitig in beiden Fahrtrichtungen genutzt werden. Dies wird durch Signalisierung geregelt. Zwischen der Signalisierung des Knotenpunkts und der eingeengten Stelle in der Unterführung wird eine interne Koordinierung eingerichtet. Am Knoten Brinker Straße / Hans–Böckler-Straße / Kastanienallee wird die vorhandene Verkehrsinsel zurückgebaut und auf separate Busfahrstreifen verzichtet, damit wird die Verbreiterung der Seitenanlage möglich. An dem Knoten darf der Individualverkehr weiterhin aus Richtung Kastanienallee und Brinker Straße nur nach links beziehungsweise rechts abbiegen, die Busse im Linienverkehr dürfen im Zuge der Brinker Straße und Kastanienallee geradeaus fahren. Sie werden auch zukünftig den Signalablauf beeinflussen.
Der Radverkehr aus der Kastanienallee wird über eine Rampe auf den Rad- und Gehweg geführt, aus Richtung Brinker Straße kann der Rad- und Gehweg bis hinter die Einmündung Hans–Böckler-Straße befahren und dort über die signalsichere Querung auf die Fahrbahn Kastanienallee geleitet werden. Aus Richtung Hans–Böckler-Straße wird der Rad- und Gehweg über eine signalisierte Furt auf den Rad- und Gehweg geführt.
Die Kosten belaufen sich auf ca. 98.000 Euro. Für die Signalisierung der Unterführung und Erneuerung der Signalanlagen am Knoten Brinker Straße / Hans–Böckler-Straße / Kastanienallee sind etwa 113.000 Euro und für die Sanierung der Fahrbahn 44.000 Euro veranschlagt.