Beste Reiterin siegte doppelt

Sandra Auffarth gewinnt die Milford-Trophy und den Großen Preis der Stadt Langenhagen; Bürgermeister Friedhelm Fischer und Marc Münkel (rechts) gratulieren. (Foto: B. Hauers)

Ein Pferd nach Sprung tödlich verletzt

Kaltenweide. Die Sonne ließ sich nur am Sonntag, dem Geländetag, beim Reitturnier in Twenge blicken. Das Lächeln von Sandra Auffarth war dafür umso strahlender. Auf ihrem Pferd The Blue Fronter gewann sie die Prüfung CIC 2*-Milford Trophy/Großer Preis von Langenhagen und auf Kilian die CIC 1*-Preis des Juwelier Mauck – ein verdienter Doppelsieg, über den sich Sandra zu Recht von Herzen freute. Bei der Siegerehrung wurde ihr von Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer der Wanderpokal „Großer Preis von Langenhagen“ überreicht.
Sandra Auffarth bedankte sie sich im Namen aller Reiter beim Veranstalter und allen Beteiligten mit folgenden Worten: „Es waren zwei anspruchsvolle Kurse, die jungen Pferde haben viel gelernt, und wir freuen uns, wenn wir im nächsten Jahr wieder kommen können.“
Ein trauriges Ereignis, das sich am Geländetag ereignete, ist zu vermelden. Herr Poitzmann, das Pferd von Bernd Backhaus, der als zehnter Reiter startete, stürzte an einem Hindernis, nachdem es nach dem Sprung mit einem Hinterbein schlecht aufgekommen war. Der Reiter blieb unverletzt. Das Pferd konnte jedoch nicht mehr aufstehen und wurde liegend in die Tierärztliche Hochschule Hannover gebracht, wo es am späteren Abend leider eingeschläfert werden musste. Auf Wunsch des Reiters und seines Teams, die bis zuletzt für ihr Pferd gehofft hatten, wurde der Vorfall vom Veranstalter bis nach der Siegerehrung so diskret wie möglich behandelt. „Jeder Pferdesportler und Pferdefreund wird diesen Wunsch nachvollziehen können“, sagte Veranstalter und Turnierleiter Marc Münkel.
In der Nachschau des 29. Twenger Turniers, das im Jahr 2014 seinen 30. Geburtstag feiert, werden sich die Verantwortlichen nun gründlich mit den Ereignissen befassen und sie analysieren, vor allem in Hinblick auf die zukünftige sportliche Turniergestaltung.
Dazu Marc Münkel: „Unser ganzes Mitgefühl gilt dem Reiter und seiner Familie, die ein geliebtes Pferd verloren haben. Das geht uns allen unter die Haut. Wir werden nun das Geschehen genau untersuchen, zum einen, um der Kritik gegenüber der Strecke zu begegnen, die von einigen Reitsportmedien jetzt laut wird, und zum anderen im Interesse des Vielseitigkeitssports und im Interesse unserer Pferde. Solche Vorfälle wie heute wünscht sich kein Veranstalter, und wir möchten belegen, dass es stimmt, was uns vorher von offizieller Seite bestätigt und von vielen Reitern nach dem Ritt versichert wurde: Der Kurs war sportlich, aber fair, korrekt und absolut der Klasse entsprechend.“
Neben anspruchsvollem Sport wurde auch den Besuchern in Twenge mit einem umfangreichen Rahmenprogramm, auch für Nicht-Reiter, viel geboten. Besonders gute Resonanz fanden die beiden Abendveranstaltungen. Am Freitagabend wurde mit Sportfunktionären, Politikern, Aktiven und dem Publikum engagiert über das Thema „Sport und Ehrenamt“ diskutiert. Moderator und Sportjournalist Peter Berg behielt dabei das Mikrofon fest im Griff und verstand es, mit gezielten Fragen interessante Antworten hervorzukitzeln.
Am Samstagabend, beim Empfang des Veranstalters und der Stadt Langenhagen, war das Festzelt bis auf den letzten Platz besetzt, als nach dem Essen des Hotels Jägerhof zwei Bildvorträge starteten. Die CDV-Vorsitzende Nicole Sollorz stellte den CDV-Cup und seine Stationen vor. Danach begeisterte Olympiareiter Peter Thomsen die Gäste mit einem Insiderbericht und seinen privaten Fotos von der EM in Malmö.
Alle Ergebnislisten sind auf der Internetseite des Veranstalters www.vfv-langenhagen.org online abrufbar. In der 2-Sterne-Prüfung CIC**, Milford-Trophy, gewann Sandra Auffarth. Andreas Dibowski belegte auf Hans Dampf Platz zwei vor Josefa Sommer auf Henry mit Platz drei. In der 1-Sterne-Prüfung CIC*, Preis des Juwelier Mauck, siegte in der 1. Abteilung Sandra Auffarth auf Kilian vor der Finnin Sanna Siltakorpi auf Bofey Bridge. In der 2. Abteilung ritt Class Hermann Romeike auf Courtney auf Platz 1. Diese war gleichzeitig auch das Finale des CDV-Cups (www.cdv-news.de), und es wurden die Landesmeister Junioren und Junge Reiter gekürt:
Den CDV-Cup gewannen: 1. Katja Meinecke, Abington, aus Brandenburg; 2. Andrea Heckelmann, Lütte Deern, aus Norderney; 3. Friederike Paradies, Amika, aus dem Rheinland.
Die Goldmedaille in der Landesmeisterschaft Junioren holte sich Verena Baumgärtner auf Charly, und bei den Jungen Reitern Stephanie Böhe auf Lecklin Champaix.
Den Madeleine Winter-Schulze-Nachwuchsförderpreis für den jüngsten platzierten Teilnehmer der CIC*1 gewann Gesa Staas auf Donja.
Marc Dennis Münkel gratulierte den Siegern und bedankte sich bei allen Teilnehmern und den insgesamt circa 2.500 Besuchern, dass sie trotz des diesmal eher herbstlichen Wetters in so großer Zahl den Weg nach Twenge gefunden haben. Den ausdrücklichen Dank des Vereins richtete er an alle Sponsoren für ihre Treue und Unterstützung und an alle Helfer für ihren unermüdlichen Einsatz, der im nächsten Jahr, beim 30. Turnier in Twenge wieder dringend gebraucht wird.